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Österreich - Aufnahmestopp für neue Bio-Landwirte?

von Redaktion (Kommentare: 0)


Österreichische Bauern, die von konventionell auf bio umsteigen wollen, müssen sich beeilen. 2005 Jahr bekommen die Landwirte, die umstellen wollen, keine erhöhte Förderung mehr. Bioverbände befürchten jetzt, dass das einem "Aufnahmestopp" für Biobauern gleichkommt.

Der Grund dafür ist eine Hürde im Umwelt-Förderprogramm ÖPUL. Bei ÖPUL gibt es unterschiedliche Fördersätze für die Bauern. Die Höhe richtet sich danach, wie naturnah Landwirte wirtschaften. So bekommen Biobauern über das ÖPUL-Programm eine deutlich höhere Förderung als konventionell wirtschaftende Landwirte. Das derzeit laufende "ÖPUL 2000" läuft im nächsten Jahr aus. Ein Nachfolgeprogramm ist erst in Planung.

Zwar soll es im Jahr 2006 und wahrscheinlich auch 2007 weiterhin die gewohnten Förderungen geben. Aber es gibt ab nächstem Jahr keine Möglichkeit mehr, Neues zu beantragen oder in andere Förderkategorien umzusteigen. Auch ein Neueinstieg ist nicht mehr möglich.

Andreas Schwaighofer, Geschäftsführer des Salzburger Ernteverbands, spricht von "Agrarbürokratismus". Landwirte würden künftig daran gehindert, "biologischer und höherwertiger" zu arbeiten. In den vergangenen Jahren seien pro Jahr an die hundert Landwirte dem Ernteverband beigetreten, sagt Schwaighofer. Jetzt rechnet man damit, dass die Zahl der Mitglieder stagnieren wird. Eine Steigerung beim Verkauf von Biomilch und Biofleisch sei damit nicht mehr möglich. Schwaighofer: "Wir können nicht expandieren. Neue Vermarktungsprojekte werden schwierig werden. Im Biobereich gibt es damit mindestens ein Jahr lang einen Stillstand."

Landwirtschafts- und Umweltminister Josef Pröll zog dagegen eine positive Bilanz. Die "Bio-Ackerfläche" hat sich in Österreich seit 1999 von 64.917 Hektar auf 120.041 im Jahr 2003 fast verdoppelt. Jeder zehnte Bauer wirtschaftet bereits biologisch. "Damit sind wir Europas Bioland Nummer eins", so Pröll und betonte, das solle auch zukünftig durch Förderung biologischer Landwirtschaft "über die unterschiedlichsten Schienen" so bleiben. (27.09.04)

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