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Ältester Ökomarkt Berlins vor dem Aus

von Redaktion (Kommentare: 0)


Der Ökomarkt am Leopoldplatz, Berlins ältester Ökomarkt, steht vor dem Aus: 1991 von der Arbeitsgruppe Ökologie des damaligen Kirchenkreises Wedding ins Leben gerufen und heute von Christoph Ebeling geleitet, soll der Ökomarkt nach 18 Jahren Zusammenarbeit in einen konventionellen Wochenmarkt integriert werden. Dabei wurde der langjährige Betreiber vor vollendete Tatsachen gestellt, lediglich ein Formfehler bei der Kündigung erlaubt es ihm, den Ökomarkt noch bis Ende 2009 weiterzuführen.

1996 wurde der Pionier-Markt, mehrfach von der damaligen Landwirtschaftsministerin Renate Künast gewürdigt, an die Nazareth-Kirchengemeinde, Eigentümerin des Leopoldplatzes, übergeben. Vor acht Jahren genehmigte das Bezirksamt zusätzlich einen konventionellen Wochenmarkt sowie vor sechs Jahren einen Trödelmarkt. Betreiber des Wochenmarktes ist Kurt Mindt, der auch den Bauernmarkt am Wittenbergplatz leitet. Im vergangenen Oktober wurde dem Ökomarktbetreiber Christoph Ebeling vom geschäftsführenden Pfarrer Jens-Uwe Krüger des Gemeinderates der Nazareth-Kirche (GKR) zum Jahresende gekündigt, diese von Kurt Mindt unterstützte Kündigung war allerdings nicht fristgerecht.

Die Kirche ist durch ihren Vertrag mit dem Bezirksamt in der Verwaltung des Platzes eingeschränkt. Nun wurde jedoch bekannt, dass dieser Vertrag, eigentlich auf 2012 datiert, vorzeitig beendet wird. Damit ist der Weg frei für die neue Konzeptidee. Der GKR möchte einen Mischmarkt gründen, in dem Wochenmarkt und der etablierte Ökomarkt unter Leitung von Kurt Mindt vereint sind. Innerhalb der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg stößt das Verhalten der Nazareth-Kirchengemeinde auf Unverständnis. Das wurde bei einem Gespräch zwischen Bischof Wolfgang Huber und Christoph Ebeling deutlich. Die Ökomarkthändler wurden von Kurt Mindt und dem GKR gebeten, das neue Konzept mitzutragen und sich übernehmen zu lassen. Alle Händler, Bauern und auch die Kundschaft haben sich mit dem jetzigen Ökomarktbetreiber solidarisch erklärt und verurteilen das Vorgehen der Initiatoren.

Es sieht so aus, als hätten die ursprünglich für die Nutzung des Platzes verantwortlichen Menschen nicht erkannt, wie wertvoll die drei Märkte mit ihrer unterschiedlichen Qualität für den sozial schwachen Wedding sind.

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