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Ökologischer Landbau gegen den Hunger in Südindien

von Redaktion (Kommentare: 0)


Ökologischer Landbau hilft, den Hunger in der Welt zu lindern. Beleg für diese These sind viele Erfolgsprojekte, die Naturland - international tätiger Ökologischer Landbauverband mit 36.000 Mitgliedern weltweit - seit Jahren betreut. Aus Anlass des Welternährungstags am 16. Oktober 2003 stellt Naturland ein ganz besonderes Projekt vor: Im südindischen Kerala bauen 1.000 indische Bauern ihre eigene Teefabrik. Der Termin für die Eröffnung steht bereits fest - aber es werden dringend noch Spenden gebraucht, um das Projekt zu sichern. Naturland unterstützt den Bau einer Teeverarbeitungsanlage und die Umstellung auf Ökologischen Teeanbau im südindischen Peermade. Dort, in Kerala, produzieren Kleinbauern neben Gewürzen auch Tee, den sie bislang zu niedrigen Preisen und ohne Abnahmegarantie an umliegende Teefabriken verkaufen mussten. Diese Teefabriken nahmen immer nur dann Ware von den Kleinbauern ab, wenn ihre eigenen, der Fabrik angegliederten Teegärten
nicht ausreichend Tee produzierten. So wurde in der Vergangenheit der mühsam gepflückte Tee der Kleinbauern immer wieder abgewiesen, alle Arbeit war umsonst, Hunger und Not zogen ein. Deshalb entstand die Idee, die Bauern für Ökologischen Teeanbau zu begeistern, zu schulen und eine eigene Anlage für die Verarbeitung von Öko-Tee zu errichten.
Als europäische Nicht-Regierungs-Organisation konnte Naturland einen Projektantrag an die EU einreichen, der nach gründlicher Prüfung nach 1 ½ Jahren akzeptiert wurde. Gemeinsam mit "Peermade Development Society" - einer von einem engagierten Priester gegründeten Hilfsorganisation -, mit Geldern der Europäischen Union, mit Unterstützung durch Naturland und dank einiger Spendengelder begann Anfang 2002 der Bau der Teefabrik in Peermade in Südindien. Nach aufwändigen Erdarbeiten, dem Bau einer Zufahrtsstraße und einer Brücke zum Gelände der Teefabrik ist das Gebäude jetzt so gut wie fertig gestellt. Im Dezember 2002 wurden die ersten Verarbeitungsmaschinen für den Öko-Tee der Kleinbauern bestellt.
Neben den Baumaßnahmen wurde auch in Beratung und Qualitätssicherung investiert. Die Mehrzahl der 1.000 Kleinbauern, die Tee liefern werden, besuchte eine Fortbildung und wurde zum Ökologischen Teeanbau geschult. Berater vor Ort stehen auch nach den Schulungen bei Fragen und eventuell auftauchenden Problemen zur Verfügung. Das interne Kontrollsystem der Kooperative wurde ausgebaut und optimiert, damit eine lückenlose Dokumentation des Tees von der Produktion bis zur Verarbeitung und dem Verkauf möglich ist.
Der gemeinnützige Ökologische Landbauverband Naturland als Projektträger muss 100.000 Euro zur Fertigstellung des Projekts beisteuern. Die Zeit drängt: Am 31.12.2003 läuft das Projekt aus und damit auch die Unterstützung der EU. Am 27. November ist die offizielle Eröffnung geplant. 40.000 Euro sind bereits an Spenden eingegangen. Naturland bittet jetzt um weitere Spenden für dieses wichtige Projekt in Südindien. Jeder Beitrag ist eine große Hilfe - nicht nur, um die Fabrik endgültig fertig zu stellen, sondern auch um die Produktion und den Verkauf des ersten Öko-Tees der Kleinbauern zu ermöglichen. Als Dankeschön erhalten alle Spender ab 100 Euro Tee aus der ersten Teeproduktion.
Spendenkonto:
Naturland e.V.
Kto.-Nr.: 60 30 26 88 63
BLZ: 700 20 270
Bayerische Hypo-Vereinsbank AG
Kennwort: Öko-Teefabrik, Indien

Mehr Informationen über das Tee-Projekt sowie aktuelle Bilder finden Sie unter dem Menüpunkt "Projekte" und "Eco fair" http://www.naturland.de (22.10.03)

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