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Ökologischer Landbau fördert die Artenvielfalt

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die Annahme, Biolandbau fördere die Artenvielfalt auch bei Insekten und Mikroorganismen, ist jetzt von britischen Forschern bestätigt worden. Die Wissenschaftler haben Datenmaterial in Europa, Kanada, Neuseeland und in den USA gesammelt, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist.

Beteiligt waren Forschergruppen von "English Nature" (eine Regierungsorganisation, die sich mit dem Thema Umwelt- und Artenschutz beschäftigt) sowie die "Royal Society for the Protection of Birds". Beide Organisationen gelten als unabhängig, da sie keine wirtschaftlichen Interessen am Thema ökologischer Landbau haben.

In 76 Einzelstudien haben die Forscher untersucht, was Ökolandbau bewirkt. Untersucht wurden Bodenbakterien, Würmer, Käfer, Säuger und Vögel. In 99 Vergleichen von Boden-Organismen ließen 66 Ergebnisse den Schluss zu, dass Biolandbau Vorteile für die Artenvielfalt bietet. Acht ergaben das Gegenteil und 25 kamen zu keinem eindeutigen Urteil. Die Gründe dafür liegen offenbar in der Verringerung des Einsatzes von Pestiziden und Kunstdünger. Auch der Schutz von Hecken bedeutet größere Artenvielfalt.

"Die Studienergebnisse unterschätzen sogar noch die tatsächlichen Ergebnisse, da in vielen Regionen schon knapp nach der Einführung des Biolandbaues untersucht wurde", so Phillip Grice von English Nature. Die positive Entwicklung von der Zunahme der Artenvielfalt war schon nach kurzer Zeit bemerkbar, erklärt der Experte. Weitere Untersuchungen sollen aber noch folgen, denn die Experten wollen herausfinden, ob einzelne Methoden aus dem Biolandbau auch für konventionell wirtschaftende Landwirtschaftsbetriebe Vorteile bringen können. http://www.english-nature.org.uk,
http://www.rspb.org.uk (02.11.04)

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