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Ökologische Landwirtschaft in Kroatien

von Redaktion (Kommentare: 0)


Kroatien, seit Juni 2004 offizieller EU-Beitrittskandidat, könnte einige Bio-Rohprodukte in die EU liefern, doch zurzeit wird weit mehr an Bioprodukten nach Kroatien importiert als exportiert. Dies könnte sich mittel- bis langfristig ändern. Doch hierzu braucht es in Kroatien einen Strukturwandel in der Landwirtschaft sowie besseres Ökolandbau-Know-how und Investitionen aus dem Ausland.

 

Kroatien gliedert sich in drei unterschiedliche landwirtschaftlich geprägte Regionen mit sehr vielen kleinbäuerlichen Landwirtschaftsbetrieben. Hier bewirtschaftet der Durchschnittsbetrieb nur 2,4 Hektar Landfläche. Auch bei den rund 340 registrierten Bio-Betrieben spiegelt sich diese Kleinstflächenstruktur wieder. An der Küste nennt ein Öko-Landwirt oft nur einen Hektar sein Eigen, in Niederkroatien sind es immerhin ungefähr 15 Hektar. Der größte Bio-Betrieb bearbeitet 200 Hektar. Insgesamt wurden 2006 im gesamten Land knapp 5.000 Hektar Gesamtfläche ökologisch bewirtschaftet, das entspricht etwa 0,6 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche Kroatiens. Zum Vergleich: In Deutschland waren es 2006 nahezu 563.000 Hektar, der größte Bio-Betrieb hierzulande bewirtschaftet über 1.500 Hektar.


Auf den 5.000 Hektar Öko-Flächen wird zumeist Getreide (Weizen und Mais) angebaut, gefolgt von Grünland, Kräutern, Obst, Wein sowie Oliven. Hinzu kommen allerdings noch gut 17.000 Hektar so genannter ökologischer „Bienenweide“. Deren Zertifizierung ist weltweit einmalig, denn in keinem anderen Land besteht eine derartige Kategorie. Die Flächen beziehen die Sammlung von Wildpflanzen – insbesondere von Kräutern, Waldbeeren und Pilzen –, die eine relative große Rolle im Bio-Bereich der Balkanländer spielt, nicht mit ein.

 

2002 gab es die erste staatliche Registrierung von Biobetrieben. 2001 und 2002 wurden auch die ersten staatlichen Öko-Richtlinien in Anlehnung an die EU-Öko-Verordnung 2092/91 und die internationalen Standards des Welt-Öko-Verbandes IFOAM (International Federation of Organic Agriculture Movements) erlassen und inzwischen gibt es ein nationales Logo für kroatische Bioprodukte. Die Bio-Produzenten werden von privaten, beim Ministerium akkreditierten Kontrollstellen inspiziert.

Quelle
 

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