Anzeige

organic-market.info | Mediadaten | Impressum | Datenschutz

Öko-Monitoring in Baden-Württemberg untermauert Spitzenstellung des Öko-Landbaus

von Redaktion (Kommentare: 0)


"Die von CDU und FDP angekündigte Politik wäre rückwärts gerichtet und gegen die Interessen der Verbraucher", erklärte der Vorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft, Dr. Felix Prinz zu Löwenstein. "Wenn CDU und FDP eine innovative, arbeitsplatzschaffende Wirtschaft fordern, dürfen sie nicht andererseits gegen die Ökologische Lebensmittelwirtschaft agieren, die zu den wachstumsstärksten Branchen zählt, Ziele in Natur- Umwelt- und Tierschutz am effizientesten erreicht und neue Arbeitsplätze vor allem im ländlichen Raum schafft."

In den letzten Tagen haben Politiker sowohl der CDU als auch der FDP eine Kehrtwende in der Agrarpolitik für den Fall angekündigt, dass sie Regierungsverantwortung übernehmen sollten. Dabei werden insbesondere die bisherigen Maßnahmen zur Stärkung des Ökologischen Landbaus als "Öko-Spielerei" in Frage gestellt.

Der Bericht der "Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter in Baden-Württemberg", der am 13.06.2005 veröffentlicht wurde, verdeutlicht die Vorteile der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft: Danach ist die mittlere Pestizidbelastung von Lebensmitteln in der konventionellen Landwirtschaft über 60 Mal höher als in Bio-Lebensmitteln. Bei Öko-Produkten finden sich nur in verschwindend wenigen Fällen Kontaminations-Spuren von Pflanzenschutzmitteln, die von Anwendungen auf konventionellen Nachbarfeldern stammen. Bei Obst und Gemüse aus konventioneller Erzeugung kommen hingegen kaum Proben ohne Pestizidbelastungen vor - in erschreckend vielen Fällen geraten Produkte in den Verkehr, bei denen die gesetzlichen Höchstmengen überschritten werden (Beispiel: Salat 15%, Paprika 38%). Gleichzeitig zeigt eine jüngst veröffentlichte Studie der EU ein deutlich erhöhtes Parkinson-Risiko als Folge des Einsatzes chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel.

"Besonders kritisch ist das Vorhaben der CDU und FDP, den Schutz einer Landwirtschaft ohne Gentechnik im Gentechnik-Gesetz aufweichen zu wollen", so Dr. Alexander Gerber, Geschäftsführer des BÖLW. "Das gültige Gentechnik-Gesetz stellt das absolute Minimum dar, um auch künftig gentechnikfrei arbeiten und die Wahlfreiheit der Verbraucher garantieren zu können. Schon heute haben Unternehmen der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft erhöhte Kosten durch Vorsorge-Maßnahmen gegen gentechnische Verunreinigungen, ohne dass dieser Aufwand dem Verursacher zugeordnet wird. Wer mit dieser Technologie, deren Risiken völlig ungeklärt sind, sein Geld verdienen will, muss auch die dabei entstehenden Kosten tragen!"

http://www.boelw.de,
http://www.keine-gentechnik.de (20.06.05)

Zurück

Uns interessiert Ihre Meinung. Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum Thema!



Jetzt teilen

Anmeldung
Newsletter

Anzeige

Anzeige