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Öko-Aquakultur: EU vertagt Klärung zur Herkunft der Jungtiere

von Redaktion (Kommentare: 0)


Am 25.11.2014 fand in Brüssel ein reguläres Treffen des Regulatory Committees On Organic Farming (RCOF) statt. Im RCOF sind die EU Mitgliedsstaaten vertreten, die dort u.a. Änderungen der aktuellen EU-Bio-Verordnung diskutieren. Neben anderen Punkten stand dort auch die Öko-Aquakultur (bzw. Öko-Fischzucht) mit verschiedenen Themen auf der Tagesordnung.

Wie von Bio Markt Info im Vorfeld berichtet, können vor allem auslaufende Sonderregelungen beim Einsatz von Jungfischen und Garnelenlarven bestimmter Arten die Existenz von einigen Erzeugerbetrieben in der EU aber auch in Übersee gefährden. Das Gesetz fordert, dass von Beginn 2015 an, ohne Ausnahme, nur noch Jungtiere aus Öko-Brutanstalten kommen dürfen. Eine Forderung, die derzeit in der Praxis nicht umsetzbar ist.

Vor diesem Hintergrund haben alle Wirtschaftsbeteiligten mit großer Spannung die Entscheidung in Brüssel erwartet. Nach Aussagen von Sitzungsteilnehmern wurde das Thema Herkunft der Jungtiere kontrovers unter den Mitgliedsstaaten diskutiert, dann aber die Entscheidung auf Mitte 2015 vertagt. Leider konnte die im Vorfeld intensiv geführte Lobby-Arbeit, u.a. von der IFOAM-EU-Gruppe koordiniert, das nicht verhindern.

Entschieden haben die Mitgliedsstaaten jedoch, dass die EU-Kommission eine systematische Erhebung der Verfügbarkeit von Jungtieren bei den Mitgliedsstaaten durchführen soll. Die Ergebnisse sollen dann als Entscheidungsgrundlage für die EU Kommission dienen. Es kann also noch gehofft werden, dass Vernunft Einzug hält. Auch in anderen Bereichen der Bio-Lebensmittelerzeugung wurden und werden bis heute Ausnahmeregelungen bei der Saatgutherkunft oder bei Ferkeln akzeptiert. Es ist nicht nachvollziehbar, warum ausgerechnet der jüngste Bereich der Bio-Lebensmittelerzeugung, die Fischzucht, in kürzester Zeit alles perfekt gestalten muss.

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