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Kritik an Obamas Ernennung des Landwirtschaftsministers

von Redaktion (Kommentare: 0)


Nach der Entscheidung des designierten US-Präsidenten Barack Obama zur Nominierung von Tom Vilsack zum Agrarminister wird Kritik laut. Der frühere Gouverneur des Farmerstaates Iowa gilt als ein großer Freund von Monsanto und anderen Giganten des Agrobusiness.

In der Ernennung des neuen Ministers, der künftig für 110.000 Mitarbeiter und ein Jahresbudget von knapp 100 Milliarden Dollar verantwortlich ist, sieht die Vereinigung Organic Consumers darum ein Zeichen für die unkritische Befürwortung einer chemie- und energieintensiven Anbauweise, die auf Gentechnik setzt. Etwas positiver reagierte der Sierra Club, eine der größten US-Umweltorganisationen. Der erhofft sich von Vilsack den Übergang vom maisbasierten Ethanol hin zu moderneren Biokraftstoffen.

Den US-Grünen ist die Wahl von Vilsack dennoch viel zu "zahm geraten", wie das linke Magazin The Nation schreibt. Nach acht Jahren Bush, in denen Landwirtschafts- und Klimapolitik dem Big Business gehorchten, ist es umso dringender, sofort eine nachhaltige, gesunde Ernährungs- und Umweltpolitik einzuführen, so der Tenor. Dass Obama in diesen Fragen einknicken wird, befürchten Kritiker bereits. Einer seiner Landwirtschaftsberater im "Transition Team" ist Michael Taylor, Vizepräsident von Monsanto. Taylor war unter Bush senior die treibende Kraft hinter der US-Entscheidung, genveränderte Organismen ohne weitere Tests auf den Markt zu bringen.

Quelle: taz

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