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Neues Bio-Schweineprojekt in Österreich

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die Pannonia Bioschwein GmbH, ein Zusammenschluss von Bio-Bauern aus der Region Burgenland, werde kommende Woche das Bauansuchen für das bisher größte derartige Projekt zur Bio-Schweinehaltung stellen, teilte wie der Verband Bio Ernte Austria mit. Das Projekt, für das Investitionen von 3 Mio. Euro vorgesehen sind, werde von der burgenländischen Landesregierung finanziell unterstützt. Rund 20 Prozent der in Österreich produzierten bzw. rund die Hälfte der für den Lebensmitteleinzelhandel bestimmten Bio-Schweine sollen aus diesem Gemeinschaftsprojekt stammen.

"Nicht nur vor dem Hintergrund des neuen Tierschutzgesetzes ist das Projekt interessant, sondern es soll damit auch die bisher schwer anlaufende Bio-Schweineproduktion einen Schub erhalten", sagte Franz-Jakob Purkarthofer von Bio Ernte Austria.

Das Kompetenzzentrum Ökologische Schweinehaltung Antau/Otava setze neue Maßstäbe in artgerechter Tierhaltung und stehe unter der Schutzherrschaft der Veterinär Medizinischen Universität unter Einbindung der Österreichischen Stiftung für Tierschutz "Vier Pfoten", hieß es. Neben der Produktion von Bio-Schweinefleisch diene die Anlage auch der Wissenschaft zur Erforschung von artgerechter Schweinehaltung, auch mit dem Anspruch für konventionelle Schweinehaltung neue Standards zu setzen.
Geplant sei neben einem Maststall für 4.000 Schweine pro Jahr ein Zuchtstall für 6.400 Ferkel im Jahr, ein Mischfutterwerk für eine Getreidemenge von 2 Mio. Kilogramm und eine Bio-Gasanlage zur Verwertung vom Mist. Zudem sei die kommerzielle Nutzung der Stallanlage für Wissenschaft und Forschung der Verterinärmedizinischen Universität in Wien geplant. Rund 15 Prozent des burgenländischen Bio-Getreideaufkommens werden damit vor Ort veredelt. In der Folge sollen mit Partnern alle weiteren Verarbeitungsschritte bis hin zum fertigen Produkt für den Konsumenten in den Kreislauf einbezogen werden.

Die Entwicklung des Bio-Schweinefleischmarktes konnte in den vergangenen Jahren nicht der Dynamik des übrigen Biosektors folgen, begründet die Pannonia Bioschwein GmbH ihre Entscheidung für das Projekt. Gründe dafür liegen weniger in der Akzeptanz des Produktes durch den Konsumenten, als vielmehr im mangelnden qualitativen und quantitativen Angebot von Produzentenseite, um die Handelsstrukturen im gewünschten Ausmaß zu bedienen. (26.07.04)

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