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Neuer Bio-Kunststoff

von Redaktion (Kommentare: 0)


Der mit insgesamt 100.000 Euro dotierte Forschungspreis der Philip Morris Stiftung ging in diesem Jahr unter anderem an das Forscherteam Bernhard Rieger von der Universität Ulm und Gerrit Luinstra vom Chemiekonzern BASF.

 

Die Chemiker entwickelten ein Verfahren, wie man mit Hilfe neuer Katalysatoren einen Bio-Kunststoff (PHB) technisch leicht herstellen kann. Katalysatoren dienen als Hilfsmittel, um preiswert und in großen Mengen Kunststoffe herzustellen, die völlig identisch sind mit natürlichen Materialien. Die synthetischen Biomaterialien entstehen an den Katalysatoren aus Propylenoxid und Kohlenmonoxid. Sie zersetzen sich nach ihrer Nutzung im Kompost. In ihren Eigenschaften sind sie so vielseitig, dass sie die derzeit meistverwendeten Industriekunststoffe, die so genannten Polypropylene, die vollständig aus Erdöl hergestellt werden, weitgehend ersetzen könnten.

 

Für die Industrie ist diese Substanz von Interesse, weil sie ähnliche Materialeigenschaften besitzt wie der Kunststoff Polypropylen (PP). Das neue Verfahren ermöglicht es, daß PHB in der Produktion nicht teurer sein muß als herkömmliche Kunststoffe. Außerdem lassen sich durch kleine Änderungen im Design des Katalysators die Eigenschaften des Produkts einstellen: weich oder hart, elastisch oder spröde. Damit könnte der Bio-Kunststoff das PP in vielen Anwendungen ersetzen, vor allem dort, wo biologische Abbaubarkeit wichtig ist.

 

Zunächst muß allerdings noch die großtechnische Auslegung des Verfahrens gelingen. Bei der BASF ist man zur Zeit damit beschäftigt, es vom Labormaßstab in eine Pilotanlage umzusetzen.

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