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Neue Wege bei Behandlung von Bio-Saaten

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft in Darmstadt testet  Methoden zur ökologischen Bekämpfung arttypischer Pflanzenkrankheiten als Alternative zur chemischen Saatbeizung. Seit 2004 darf Im ökologischen Anbau nur noch ökologisch produziertes Saatgut eingesetzt werden – auch die chemische Beizung darf dabei nicht mehr zum Einsatz kommen.

 

Das stellte Saatgutproduzenten vor neue Herausforderungen. Es gilt, zu den bekannten Methoden noch weitere Alternativen gegen so genannte samenübertragbare Krankheiten zu finden. Da im Ökogemüseanbau ohnehin nur  wenige Mittel zur Bekämpfung von Krankheiten zur Verfügung stehen, ist die hohe Qualität der Samen ein entscheidender Faktor.

Im EU-Projekt „Stove“ (Seed Treatments for Organic Vegetable Production), das von zwei Wissenschaftlern der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) in Darmstadt koordiniert wurde, sind in den vergangenen drei Jahren alternative Saatgutbehandlungsmethoden an Möhren, Kohl, Feldsalat, Erbsen, Bohnen und Petersilie getestet worden. Die besten Ergebnisse konnten mit physikalischen Verfahren wie, erziele aber sehr gute Ergebnisse, bestätigt die Bingenheimer Saatgut AG, die bereits seit Jahren damit Erfahrungen sammelt. (Bild: Portionstüten der Bingenheimer Saatgut AG)


„Insgesamt sind die Resultate sehr ermutigend und dürften nicht nur für Biobauern interessant sein“, so die  Prognose eines Beteiligten. Das Stove-Projekt habe gezeigt, dass nicht-chemische Methoden der Samenbehandlung gegen die meisten der im Samen übertragenen Gemüsekrankheiten wirksam seien. Diese Methoden seien teilweise schon für die Praxis verfügbar. Teil-Ergebnisse in der Bekämpfung der Möhrenschwärze, Schwarzfäule der Möhre und Phoma bei Feldsalat wurden bei der 55. Deutschen Pflanzenschutztagung im September 2006 in Göttingen der Fachöffentlichkeit vorgestellt. 
 

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