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Naturland verabschiedet Sozialrichtlinien - Öko- und Sozialstandards in einem Paket

von Redaktion (Kommentare: 0)


Seit der Kontrollperiode 2005 gelten bei Naturland Sozialrichtlinien. Damit werden zukünftig auch die sozialen Bedingungen, unter denen ökologische Lebensmittel erzeugt und verarbeitet werden, im Rahmen der Öko-Zertifizierung geprüft. Die Delegiertenversammlung des zweitgrößten deutschen Anbauverbands hat dafür einen zweiseitigen Punktekatalog verabschiedet, der die Arbeitsbedingungen und den sozialen Umgang der Menschen regelt, die auf den Naturland-Betrieben im In- und Ausland leben und arbeiten.

Komplettes Leistungspaket

Die Forderung nach der sozialen Nachhaltigkeit ökologischer Produkte ist nicht neu. Sie gehörte bei Naturland von Anfang an zum ökologischen Landbau und war bis dato in den Naturland-Richtlinien als soziale Verantwortung definiert. "Unsere Mitglieder sind engagierte Bauern, Kleinbauernorganisationen und Verarbeiter; da passt in der Regel auch die soziale Verträglichkeit. Aber Vertrauen alleine darf uns nicht genügen. Wir erweitern daher unsere Kontrollen und bieten unseren Mitgliedern somit die Möglichkeit, ihr gesamtes Leistungspaket herauszustellen", kommentiert Naturland-Geschäftsführer Firos Holterman. "Das Naturland-Zeichen steht somit für ein Komplettpaket an ökologischer und sozialer Qualität", führt Holterman weiter aus.

Arbeitsbedingungen, soziale Absicherung, Kinderarbeit

Die Sozialrichtlinien geben detaillierte Vorgaben zu Arbeitsbedingungen und sozialer Absicherung aller Arbeiter. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz gelegt. Die Richtlinien geben auch klare Vorgaben. was die Arbeit von Kindern betrifft. Kinderarbeit ist eine Realität für Millionen von Kindern. Naturland kann sie nicht abschaffen, aber den notwendigen Rahmen vorgeben, der ausbeuterische Formen von Kinderarbeit ausschließt und sicherstellt, dass die Kinder in die Schule gehen können und die Arbeit sie in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung nicht beeinträchtigt.

Intensive Kooperationen

Naturland entwickelte die neuen Sozialrichtlinien auf Grundlage der IFOAM-Richtlinien (International Federation of Organic Agriculture Movements). Im Auftrag von IFOAM erstellte Naturland beispielhaft eine Checkliste für Sozialrichtlinien, die Anfang 2005 an internationale Zertifizierer und Fairtrade-Organisationen ging. Anhand der überarbeiteten Checkliste werden die Kontrolleure die Naturland-Sozialrichtlinien abprüfen.
Thomas Hoyer, Geschäftsführer der Fairhandelsorganisation dwp in Ravensburg, hat Naturland bei der Entwicklung der Sozialstandards unterstützt und begrüßt die erweiterten Richtlinien: "Mit der Aufnahme der Sozialrichtlinien hat Naturland den richtigen Weg eingeschlagen. Davon profitieren alle Menschen in den Naturland-Projekten und -Betrieben, und der Verbraucher erwirbt Öko-Produkte, die auch auf Sozialkriterien abgeprüft sind; ein wichtiger Zusatzwert!".

Der zweiseitige Punktekatalog kann unter http://www.naturland.de eingesehen werden. (16.02.05)

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