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Naturland stellt "Bio mit Gesicht" vor

von Redaktion (Kommentare: 0)


Jörg Große-Lochtmann (Bild), Geschäftsführer der Naturland Marktgesellschaft, präsentierte auf der Anuga das web-basierte Rückverfolgbarkeitssystem http://www.bio-mit-gesicht.de. Als erstes System dieser Art in Deutschland soll es den Endverbrauchern ermöglichen, den Weg der Produkte von der Ladentheke zum Ort der Erzeugung zurück zu verfolgen. Die ersten Produkte mit der Zugangsnummer zur Internetseite sollen ab Dezember im Handel stehen. Das System ist offen und alle anderen Verbände seien eingeladen, es zu nutzen, betonte Große-Lochtmann. Gefördert wird das Projekt vom bayerischen Landwirtschaftsministerium und der CMA.

Mit Kartoffeln in Netzen soll die Vermarktung im Dezember starten. Die Naturland Marktgesellschaft ist dabei, Partner im Handel zu gewinnen. Zusagen gebe es bereits sowohl aus dem Fachhandel wie aus dem LEH. Doch müssten noch deutlich mehr Teilnehmer gefunden werden, um die Initiative ins Rollen zu bringen. Die Werbung für das Projekt müsse der Handel zum Teil mit übernehmen.

Durch eine Lotnummer auf den Verpackungen, die der Käufer auf der Internetseite http://www.bio-mit-gesicht.de eingibt, kann er sich direkt über den Hof, wo das Produkt erzeugt wurde, informieren. Zusätzliche Attraktivität erhält die Seite durch allgemeine Informationen zum Ökolandbau, Warenkunden und einen Rezeptteil. Ein Gewinnspiel soll die Bekanntheit der Internetpräsenz fördern.

Die Idee hinter dem Gemeinschaftsprojekt der Naturland Marktgesellschaft und dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL formuliert Felix Prinz von Löwenstein, Präsidium Naturland: "Wir wollen den Bauern wieder sichtbar machen und dem Verbraucher die Herstellungskette verdeutlichen." Aber auch für Erzeuger und Verarbeiter werde die Warenkette dadurch transparenter. Das Projekt ist auf Anregung der Erzeuger ins Leben gerufen worden. Denn vielen ist es ein Anliegen, die Unterschiede zwischen Verbandsanbau und dem ökologischen Anbau nach EU-Richtlinien herauszustellen. Der Mehrwert und die Individualität der Produkte soll auf diese Art und Weise kommuniziert werden.

Mit der Qualitätssicherung auf der Ebene der Erzeuger und Verarbeiter ist der Naturland-Verband bereits seit Jahren sehr aktiv. Seit Mai wird die Zertifizierungssoftware e-Cert, die in Kooperation mit Austria Bio Garantie und Bio Inspecta aus der Schweiz entwickelt wurde, in der Praxis erprobt. Alle Naturland-Betriebe sollen bis 2006 komplett über e-Cert erfasst sein. "Mit der Software e-TQM, die ein weiterer Baustein im Qualitätsmanagement von Öko-Betrieben darstellt, komplettieren wir unsere Qualitätsoffensive", erklärt Große-Lochtmann. Der Bedarf nach transparenter Qualität sei groß aber auch das Bedürfnis, zu sehen wo der Betrieb steht und welche Möglichkeiten der Profilierung es gibt. Ein betriebsinternes Qualitätsmanagement ist durch die verschiedenen Qualitätssicherungssysteme möglich. (21.10.05)

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