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Bio-Branche sahnt beim Nachhaltigkeitspreis ab

von Redaktion (Kommentare: 0)


Deutscher Nachhaltigkeitspreis
Die Fridays for Future-Aktivistinnen Luisa Neubauer und Maria Keller nehmen den Ehrenpreis stellvertetend für Greta Thunberg aus den Händen von Sir Robert Watson, Präsident Weltbiodiversitätsrat a.D., in Empfang © Fotokredit Dariusz Misztal

Zu den Gewinnern des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2020 gehören auch Bio-Unternehmen. Die Branche konnte gleich in zwei Kategorien und mit TOP 3-Positionen beweisen, dass sie viel mit Nachhaltigkeit zu tun hat. Einen Ehrenpreis erhielt Greta Thunberg.

Taifun siegt in Kategorie Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Die Taifun-Tofu GmbH erzeugt seit über 30 Jahren auf ressourcenschonende Weise hochwertige Tofu-Produkte in Bioqualität. Während der Großteil der nach Deutschland importierten Sojabohnen aus Südamerika kommt und der Anbau dort zahlreiche Probleme für Mensch und Natur verursacht, zeigt Taifun-Tofu eine Alternative auf: Seit 2018 stammt das Soja des Unternehmens zu 100 Prozent aus Vertragsanbau in Deutschland, Österreich und Frankreich. So konnten die Transportwege im Vergleich zum Import von Übersee um bis zu 90 Prozent verringert werden. Zusammen mit der Universität Hohenheim arbeitet Taifun-Tofu außerdem an der Züchtung von ertragreichen, klimatisch angepassten und für die Tofu-Produktion geeigneten Bio-Sojasorten.

„Taifun-Tofu nimmt eine Vorreiterrolle im europäischen Sojaanbau ein und leistet mit seinen pflanzlichen Bio-Produkten einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Die Jury würdigt die konsequente Ausrichtung aller Prozesse auf Nachhaltigkeit und das Engagement gegen Lebensmittelverschwendung mit dem Sieg in der Kategorie ‚Deutschlands nachhaltigste KMU‘“.

Unter den Top 3 in dieser Kategorie waren auch die Unternehmen i+m Naturkosmetik Berlin und Supernutural München.

Freut sich über den Preis: Alfons Graf, Geschäftsführer Taifun-Tofu GmbH © Fotokredit Dariusz Misztal

Alnatura gewinnt in der Kategorie Architektur

Das größte Bürogebäude mit Stampflehmfassade und integrierter geothermischer Wandheizung Europas steht in Darmstadt. Es handelt sich um die als Arbeitswelt bezeichnete neue Zentrale der Alnatura Produktions- und Handels GmbH. Für die Jury ist mit dem Know-how von Architekten, Lehmbauer und Energieingenieuren ein natürlich belüftetes Lowtech-Gebäude entstanden, das ressourcenschonend, unter Einsatz natürlicher, wiederverwendbarer Materialien eine sehr gute Ökobilanz aufweist.

Weiter heißt es in der Begründung: „Der sinnvolle Einsatz der Konstruktionen, Technologien und Materialien integriert so weit wie möglich Heizung, Kühlung oder auch den Feuchtigkeitshaushalt. Die Photovoltaikanlage auf dem nach Süden gerichteten Dach leistet ein Übriges, um den CO2-Fußabdruck des Gebäudes zu minimieren. Für seine außerordentliche Nachhaltigkeitsqualität wurde die Alnatura Arbeitswelt mit einem Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) in Platin ausgezeichnet. Die Jury honoriert das Gesamtkonzept mit der Auszeichnung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Architektur.“

Deutscher Nachhaltigkeitspreis
Alnatura-Chef Götz Rehn (2.v.r.) und Architekt Martin Haas (Mitte), Ex-Umweltminister Klaus Töpfer (l.). Ebenfalls auf der Bühne: Christine Lemaitre, Ges. für Nachhaltiges Bauen © Fotokredit Dariusz Misztal

GLS-Bank und Bio Foods nachhaltigste Unternehmenspartnerschaft

Die Partnerschaft zwischen der GLS Bank und Bio Foods (PVT) in Sri Lanka ist definiert durch ein gemeinschaftliches Verständnis von Nachhaltigkeit. Ziel der Partnerschaft ist es, den nachhaltigen Impact des 25 Jahre alten Familienunternehmens Bio Foods langfristig zu vergrößern. Die Jury würdigt die Partnerschaft zwischen der GLS Bank und Bio Foods mit dem Sieg in der Kategorie „Unternehmenspartnerschaften 2020“ des Deutschen 

Unter den Top 3 in dieser Kategorie war auch die Partnerschaft von Gepa und der Teehandelsfirma Tea Promoters India. Sie blicken auf eine 30-jährige Zusammenarbeit in den Bereichen Fair Trade und Bio-Anbau von Darjeeling zurück und bringen den Bio-Anbau voran.

Dirk Kannacher, Vorstand GLS-Bank (l.) und Vertreter von Bio Foods (PVT) in Sri Lanka bei der Preisverleihung © Fotokredit Dariusz Misztal

Notiz am Rande: Der bio verlag hat seinen Sitz in der nachhaltigsten Stadt mittlerer Größe Deutschlands: Aschaffenburg. Die Jury würdigt das langjährige und vorausschauende Engagement für mehr Klimaschutz, Ressourcenschonung, Integration und Weltoffenheit.

 

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