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Nachfrage nach Bio-Gemüse wächst

von Redaktion (Kommentare: 0)


Das Kaufinteresse für Bio-Gemüse ist in Deutschland 2007 weiter gestiegen. Die Privathaushalte, die schon 2006 etwa 11 % mehr Bio-Gemüse eingekauft hatten als ein Jahr zuvor, erhöhten ihre Einkaufsmengen im vorigen Jahr um weitere 8 %.


Dass der Nachfragezuwachs etwas geringer als im Vorjahr ausfiel, dürfte vor allem den europaweit widrigen Witterungsbedingungen mit den entsprechenden Ernteverlusten geschuldet gewesen sein. Denn auffällig für 2007 ist, dass das Wachstum vor allem im 1. Quartal des Jahres stattfand, während ab Frühjahr 2007 die Absatzmengen stagnierten oder zeitweise leicht zurückgingen.

 

Die Zuwachsraten bei den einzelnen Gemüsekulturen fielen sehr unterschiedlich aus: Während sich Paprika 2007 mit einem Absatzplus von 48 % als absoluter Verkaufsrenner erwies, gingen auf der anderen Seite die Verkaufsmengen bei Salatgurken infolge anhaltender Lieferengpässe um 31 % zurück.

 

Gut die Hälfte des Bio-Angebots stammte auch 2007 aus heimischer Erzeugung. Die Importrate hat sich zum Vorjahr nur wenig verändert. Bei Möhren ist der deutsche Anteil sogar auf über 50 % gestiegen. Beim Angebot aus konventioneller Erzeugung entfallen allerdings rund 75 % des Angebots auf die heimische Produktion.

 

Die Bio-Gemüseanbauflächen sind in Deutschland in den beiden vergangenen Jahren nur um insgesamt 6 % oder 500 Hektar auf 8.900 Hektar in 2006 gestiegen. Der Bio-Anteil an der Gemüseanbaufläche erreichte damit immerhin fast 8 %. Bei Möhren belief sich der Bio-Anteil auf 9 %, bei Roter Bete sogar auf 13 %. Preislich war das Jahr 2008 für die Bio-Erzeuger sehr erfreulich: Fast alle Kulturen erzielten 2007 im Jahresdurchschnitt Preise (Abgabe an den Bio-Großhandel, frei Rampe), die über dem mehrjährigen Mittel der Jahre 2001 bis 2006 lagen. Und bereits 2006 waren die Preise nicht schlecht gewesen.

 

Die höheren Preise sind zum einen auf die hohe Nachfrage auf dem Frischmarkt bei gleichzeitig witterungsbedingt europaweit knappen Angebotsmengen zurückzuführen, aber auch auf den gestiegenen Bedarf der Verarbeitungsindustrie. Der Handel hat sein Bio-Sortiment mit Konserven, Tiefkühl-Gemüse und Gemüsesäften 2007 spürbar erweitert. Dies ließ auch die Nachfrage nach Roter Bete für Konserven, Säfte und Babynahrung, nach Knollensellerie für Würzpulver und Fertigsuppen und nach Rot- und Weißkohl für Konserven, Tiefkühl-Gemüse und Sauerkraut steigen.


Trotz der guten Marktaussichten im Bio-Gemüsebau sind 2008 nur vereinzelt Flächenerweiterungen in Sicht: Der Bio-Gemüsebau ist derzeit nur eine Option unter vielen attraktiven Anbaumöglichkeiten; und mit den Umstellungszeiten und pflanzenbaulichen Risiken nicht unbedingt die attraktivste. Bessere Witterungsbedingungen für 2008 vorausgesetzt, könnte das heimische Angebot zwar größer als 2007 ausfallen, dies dürfte aber kaum auf größere Flächenerweiterungen zurückzuführen sein.

 

Quelle und Copyright: ZMP GmbH, Bonn, http://www.zmp.de, 29.1.2008

 

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