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Mitgliederversammlung und Neuwahl beim Biokreis e.V. Passau

von Redaktion (Kommentare: 0)


Ende März 2007 fand die Mitgliederversammlung des ökologischen Anbauverbandes Biokreis e.V. statt. Rund 150 Bio-Landwirte und Vermarkter aus ganz Deutschland waren nach Passau gekommen, um sich über die Entwicklung beim Biokreis e.V. zu informieren, Anregungen einzubringen und Erfahrungen auszutauschen.

(Bild, v.l.n.r.: Toni Daxenbichler, Heiner Küthe und Niko Gottschaller, sowie Hans-Jörg Beck)

 

Vorstand Toni Daxenbichler ging in seiner Begrüßungsrede auf die geänderten Agrarförderbedingungen ein. Auf Druck der EU änderten sich die Förder-Modalitäten für den ökologischen Landbau drastisch. Durch intensive Interventionen konnten die Bio-Verbände zwar in Bayern beim KuLaP Schlimmstes abwenden, dennoch sieht Daxenbichler die Zukunft nüchtern. 2009 wird es eine Zwischenbewertung der Förderregelungen geben und steht zu befürchten, dass die Förderschraube weiter nach unten gedreht wird.

 

Das Jahr 2006 sah beim Biokreis durchwegs erfreulich aus. Mit einem Wachstum von 10 % bei den Betrieben und fast 40 % in der Fläche zieht der Verband eine positive Jahres-Bilanz.

 

Geschäftsführer Sepp Brunnbauer ging in seinem Geschäftsbericht ebenfalls auf die Diskrepanz zwischen boomendem Markt und stagnierender Produktion in Deutschland ein. Er wertete die politischen Signale der Bundesländer für die ökologische Landwirtschaft als fatal.

 

Unter dem Titel „regional & fair“ hat der Biokreis ein Projekt ins Leben gerufen, bei dem jedes Jahr drei Verarbeiter ausgewählt werden, die durch besonders regionale Strukturen bei gleichzeitig fairem Umgang mit den Lieferanten auffallen.

 

Darüber hinaus ist der Kampf gegen die Gentechnik in der Landwirtschaft ein wichtiger Arbeitsbereich im Biokreis. Auch für 2007 sind weitere Veranstaltungen und Aktionen gegen die Verbreitung der Gentechnik geplant.

 

Rückblickend stellte der Geschäftsführer noch die Aktion „Bio in aller Munde“ vor, eine Verbraucher-Aktion mit Verkostungen und Vorträgen in Bayern, die auch in 2007 weiter geführt wird. Eine erfreuliche Bestätigung der Biokreis-Qualität war Ende 2006 die Bio Suisse Anerkennung

 

Ebenfalls eine positive Jahresbilanz konnte Jörn Bender für NRW ziehen. Der Biokreis ist dort bereits zweitstärkster Verband.

 

Nach den Geschäftsberichten konnte Sepp Brunnbauer noch über einen ausgeglichenen Haushalt berichten bevor nach Entlastung der Vorstandschaft die Neuwahlen stattfanden. Erwartungsgemäß gab es wenige Veränderungen. Toni Daxenbichler wurde als erster Vorstand, Niko Gottschaller als zweiter und Heiner Küthe (NRW) als dritter bestätigt. Nur im Erzeugerring gab es einen Vorstandswechsel: für Edmund Allmannsbeck kam Hans-Jörg Beck, ein Landwirt aus dem Donau-Ries. Auch bei den Beiräten gab es einen Wechsel: für Hans Glück wurde Franz Sicklinger gewählt, ein Schäfer aus dem Bayerischen Wald. Elisabeth Schütze wurde auf ihrem Beiratsposten bestätigt.

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