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Mineralwasser mit Uran belastet

von Redaktion (Kommentare: 0)


Nach Erkenntniseen von Foodwatch ist jedes achte Mineralwasser auf dem deutschen Markt ist für Säuglinge und Kinder nicht geeignet. Der Grund: Ein Urangehalt von mehr als zwei Mikrogramm pro Liter. Einen bedenklichen Uranwert weisen auch bekannte und weit verbreitete Marken auf. 825 Uran-Messdaten von mehr als 400 Mineralwasser-Marken hat Foodwatch zusammengetragen und im Internet veröffentlicht. 104 Werte von 55 Marken weisen demnach einen kritischen Urangehalt von mehr als zwei Mikrogramm pro Liter aus. Vier Mineralwässer sind sogar mit mehr als zehn Mikrogramm belastet.

Uran ist ein toxisches Schwermetall. Doch für Uran im Wasser gibt es keine Kennzeichnungspflicht und keinen Grenzwert. Nur wenn Mineralwasser mit dem Hinweis „Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ beworben wird, darf es einen Wert von zwei Mikrogramm Uran pro Liter nicht überschreiten. Als sicher stufen deutsche Behörden bislang aber auch alle Uranwerte bis zehn Mikrogramm pro Liter ein – eine Position, die nach jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht mehr haltbar ist. Eine aktuelle Analyse der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA belegt: Auch bei deutlich niedrigeren Uranbelastungen kann ein Gesundheitsrisiko für Kinder nicht ausgeschlossen werden.

Foodwatch appelliert an Konzerne ihrer Verantwortung nachzukommen und die Flaschenetiketten der hoch uranbelasteten Wässer umgehend mit einen Warnhinweis versehen, dass diese für Säuglinge und Kleinkinder nicht geeignet sind. Zudem fordert Foodwatch dringend die Einführung eines einheitlichen Grenzwertes für Mineral- und Trinkwasser von zwei Mikrogramm Uran pro Liter. Diese Forderung kann hier unterstützt werden.

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