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Milch- und Fleischerzeugnisse in Hessen ohne Gentechnik

von Redaktion (Kommentare: 0)


„Das Bündnis `Keine Agrogentechnik auf Hessens Feldern und Tellern´ begrüßt es, dass zukünftig die Möglichkeit besteht, Produkte von Tieren, die ohne gentechnisch verändertes Futter ernährt wurden, mit einem Label „ohne Gentechnik“ auszeichnen zu können“, so Dietmar Groß, einer der Sprecher des Aktionsbündnisses. Damit erhielten die Verbraucher endlich die lang ersehnte Wahlfreiheit bei tierischen Produkten.

 

„Wir fordern, dass die noch amtierende und die zukünftige hessische Landesregierung sowohl in der Agrarberatung als auch im Agrarmarketing deutliche Akzente für die Unterstützung einer gentechnikfreien Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung setzt und die Gründung gentechnikfreier Regionen aktiv unterstützt“, so Groß.

 

Das hessische Bündnis „Keine Agrogentechnik auf Hessens Feldern und Tellern“ forderte die Marktakteure auf, bei der Erzeugung von Milch- und Fleischerzeugnissen künftig gezielt gentechnikfreie (GVO-freie) Futtermittel einzusetzen und die Produkte entsprechend auszuloben. „Die bewusste Entscheidung beim Futtermitteleinsatz auf Gentechnik zu verzichten trägt entscheidend dazu bei, dass Verbraucher und Bauern zukünftig wieder stärker über unsere Lebensmittel  und deren Erzeugungsmethoden bestimmen können“, begründet Dietmar Groß, Sprecher des Bündnisses diese Forderung.

 

Mit der Novelle der Gentec-Kennzeichnungsverordnung hatte die Bundesregierung kürzlich auf die Kritik an der Fütterung von Tieren reagiert. Bislang wurde beispielsweise der Einsatz von transgenem Sojaschrot bei der Erzeugung von Eiern, Fleisch und Milch verschleiert. Obwohl nach wie vor weltweit genügend GVO-freies Sojaschrot erzeugt werde, habe der Futtermittelhandel bislang kein Interesse an einer konsequenten Warenstromtrennung gezeigt. Bauern und Verbrauchern wurde suggeriert, es gäbe kein GVO-freies Futter mehr. Dies müsse sich nun ändern.

 

„Die GVO-freie Sojaschrotvariante P 48 gmo-free ist genügend auf dem Markt vorhanden. Da dieses Futtermittel eine deutlich bessere Eiweißqualität aufweist, wird der geringfügig höhere Preis weitestgehend neutralisiert. Über die gesamte Wertschöpfungskette bis in die Ladentheke wird sich diese bewusste Entscheidung für eine GVO-freie Erzeugung für alle Beteiligten positiv auswirken“, ist Groß überzeugt.

 

Gerade die bäuerliche Landwirtschaft und handwerklich/qualitätsorientiert ausgerichtete Unternehmen der hessischen Lebensmittelwirtschaft sollten die Chance nutzen.

Gleichzeitig rufen wir alle Verbraucher auf, beim Einkauf gezielt nach GVO-frei erzeugten Lebensmitteln zu fragen. Diese Entscheidung mit dem Einkaufskorb ist für die Zukunft unserer Lebensmittelerzeugung künftig mindestens genauso wichtig wie umwelt- und verbraucherorientierte Entscheidungen der Politik.

 

 

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