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Mehr biologischer Weinbau

von Redaktion (Kommentare: 0)


Auf einer Fläche von rund einem Hektar untersucht die Forschungsanstalt Geisenheim biologisch-dynamischen Weinanbau im Vergleich zu anderen Bewirtschaftungssystemen.
Der Diplom-Önologe Georg Meißner arbeitet mit den Professoren Randolf Kauer und Hans R. Schultz an einem Projekt, das die Auswirkungen biologisch-dynamischen Wirtschaftens langfristig untersucht.

 

"Die Zeit des Sich-Lustigmachens ist vorbei", sagt Meißner. Dass die biologische Wirtschaftsweise allmählich ernst genommen wird, dass renommierte Betriebe wie Romanée-Conti in Burgund und andere große Namen in der Weinwelt schon vor vielen Jahren auf Biodynamik umgestellt haben, zeigt das Interesse am Versuchsweinberg in Geisenheim.

 

Noch sei das System "eine Glaubensfrage", so Meißner weiter. In Weingütern, die dieses System schon länger praktizieren, wurde ein deutlich tieferes - im Weinbau erwünschtes - Wurzelwachstum festgestellt. Das Bodenleben sei stark angeregt worden. "Der Unterschied ist da", betont Meißner. Die Weine seien vielschichtiger und feiner, so seine Erfahrung. Künftig wollen die Geisenheimer Forscher auch die Weinqualität genau untersuchen. Die meisten Güter, die auf Biodynamik umgestellt haben, produzierten ohnehin schon sehr gute Qualitäten und leisteten sich einen hohen Arbeitsaufwand, erklärt der Diplom-Önologe. 

 

Michael Albrecht, Sprecher der Ecovin-Regionalgruppe, ist seit fast 20 Jahren dem ökologischen Weinbau in der biologisch-organischen Form verpflichtet. Die Biodynamik sei sehr interessant. "Ich halte es allerdings für meinen Betrieb für sehr aufwendig, das in dieser Form zu praktizieren." Grundsätzlich seien Bio-Weine sehr stark gefragt. Ein Händler, so Albrecht, würde ihm sofort 30000 Flaschen abnehmen, wenn sie verfügbar wären.

 

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