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Mehr Transparenz bei Lebensmitteln

von Redaktion (Kommentare: 0)


"Markos Kyprianou, Kommissar für Gesundheitsfragen, hat ehrgeizige Pläne zur Bekämpfung ernährungsbedingter Krankheiten. Daher legte er einen Verordnungsentwurf für eine Kennzeichnung von Lebensmitteln vor, der Verbraucherinnen und Verbrauchern die Auswahl gesunder Lebensmittel einfacher machen soll", erklärt Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung im EU Parlament. "Es wird höchste Zeit, dass die alte Kennzeichnungsverordnung überarbeitet wird. Leider hat er sich seine Vorschläge auf Druck der Industrie bereits abschwächen lassen. Statt einer EU-weiten einheitlichen Kennzeichnung werden viele Details den Mitgliedstaaten überlassen."

 

"Die neue Kennzeichnung auf Nährwertangaben zu beschränken, greift jedoch in jedem Fall zu kurz. Verbraucherinnen und Verbraucher brauchen klare Angaben, um beim Einkauf  Entscheidungen darüber treffen zu können, welche Art der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion sie unterstützen wollen", so Graefe zu Baringdorf, Europaabgeordneter für Bündnis 90/Die Grünen.

 

Die die Europaabgeordnete und Verbraucherschutzpolitikerin Hiltrud Breyer MdEP (Bündnis 90/ Die Grünen) erklärt:
 
"Der Vorschlag der EU-Kommission zur Lebensmittelkennzeichnung ist enttäuschend. Es ist ein klarer Fortschritt und zu begrüßen, dass es eine verpflichtende Nährwertkennzeichnung auf der Vorderseite der Verpackungen geben soll. Diese Kennzeichnung ist nicht ausreichend und greift zu kurz. Es fehlt ein vereinfachendes Symbol,  bessere und auch vergleichende Kennzeichnung, wie das britische Modell der Ampel. Diese kennzeichnet Produkte, die wenig Fett, gesättigte Fettsäuren, Zucker oder Salz enthalten mit einem grünen Symbol, diejenigen, die mittlere Werte vorweisen, mit einem gelben und diejenigen mit einem hohen Gehalt, mit einem roten Punkt. Offensichtlich hat sich die EU-Kommission dem Druck der Industrie und auch des deutschen Bundesministers Seehofer gebeugt. Stark kritisiert werden muss auch die Kennzeichnung der empfohlenen Tagesdosis 'Richtwert für die Tageszufuhr'."
 


 

 

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