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Mehr Bio-Absatz in Ostdeutschland

von Redaktion (Kommentare: 0)


Bio-Produkte finden nach Angaben von Gäa, der Vereinigung ökologischer Landbau in Ostdeutschland eine immer größere Akzeptanz bei den Verbrauchern. Statistisch gesehen wachsen die Umsätze des Naturkosthandels im Osten der Bundesrepublik stärker als im Westen. Nach Angaben der ZMP macht die deutsche Bio-Branche etwa 10 % ihres Umsatzes im Osten.

In der Bio-Branche der neuen Bundesländer seien inzwischen gute Strukturen aufgebaut worden, sagte Gäa-Chefin Kornelie Blumenschein. So sorgen sächsische Vertriebsfirmen wie die NaturMarkt GmbH, der Gemüsevertrieb bioFrische und die Erzeugergemeinschaft Ökobauernhöfe Sachsen (ÖBS) in Dresden seit 1994 dafür, dass Bio-Produkte aus dem Freistaat auf den bundesweiten Markt gelangen.

Auch die Zahl der Geschäfte mit Bio-Ware steigt stetig. In Sachsen beispielsweise gibt es derzeit mehr als 70 Naturkostläden. Über 110 Bio-Betriebe vermarkten ihre Erzeugnisse direkt. 65 Firmen bieten einen Lieferservice an. Auch Supermärkte haben inzwischen sächsische Bio-Produkte, vor allem Obst und Gemüse, im Regal. Allerdings wird Öko-Ware aus Sachsen gegenwärtig zu 85 Prozent außerhalb des Freistaates verkauft. Einen Grund dafür sieht Blumenschein darin, dass Bio-Hersteller und Naturkosthandel bislang vorwiegend in Westdeutschland etabliert sind.

Bio Bauern und Naturkosthändler nutzen Synergien

In der Oberlausitz vom Handel mit Bio-Ware zu leben ist noch recht schwierig. Vor etwa sieben Jahren eröffnete Daniela Böhmer in Hainewalde bei Zittau den Naturkostladen "Kornkammer". Ein Grund für die Zurückhaltung mag die im Vergleich zu Ballungsräumen oder Westdeutschland geringere Kaufkraft sein, mutmaßt die Naturkosthändlerin. Dennoch ließ sich Daniela Böhmer nicht davon abhalten, zwei weitere Naturkostläden zu eröffnen. "Der Osten hinkt in der Entwicklung hinterher", sagt die Geschäftsinhaberin über ihre Branche. Ihr "Kontor Verde" in Zittau führt Daniela Böhmer als Feinkostgeschäft und nicht vordergründig als Naturkostladen, um Neukunden die Schwellenangst vor Bio-Ware zu nehmen.

Der Bio-Hof "Görlitzer Stadtgut" holt seit Februar 2004 einmal monatlich Bio-Bauern und Händler zusammen, die Produkte aus ökologischem Landbau anbieten. Sein Getreide verkauft das Unternehmen inzwischen komplett an eine Erzeugergemeinschaft in Berlin, die auch den amerikanischen Markt beliefert. Eier, Obst, Säfte und Konserven aus dem Görlitzer Stadtgut werden zum großen Teil über den Bio-Großhandel an den Kunden gebracht. Nach Berlin, Erfurt, Hof, Göttingen und Dresden geht die Ware. Außerdem bekommen etwa 30 Geschäfte in Dresden regelmäßig direkt Bio-Ware aus Görlitz. (18.05.04)

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