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Mecklenburg-Vorpommern: Öko-Landbau soll besser positioniert werden

von Redaktion (Kommentare: 0)


Defizite des ökologischen Landbaus bei der Produktvermarktung und -verarbeitung sollen in Mecklenburg-Vorpommern schrittweise abgebaut werden. Die Landesregierung setzt dabei auf mehr verbrauchergerechte Angebote für den Lebensmitteleinzelhandel.
Das Kabinett verabschiedete am 05.04.2005 ein entsprechendes Strategiepapier, das unter anderem auf den Ausbau bestehender Absatzwege und zusätzlicher Handelsmarken für Lebensmittelmärkte abzielt. Künftig werden vorrangig Verarbeitung und Direktvermarktung vom Land unterstützt. "Wir fördern keine Betriebe mehr, die uns nicht ihre Absatzwege nachweisen können", sagte Landwirtschaftminister Till Backhaus. Erstmals sollen auch wieder Neueinsteiger gefördert werden. Bei einem Antrag bis zum 15. Mai können je nach Anbaukultur Flächenprämien von 210 bis 770 Euro je Hektar gezahlt werden. Die Landesregierung rechnet mit 5000 Hektar Flächenzuwachs durch Neueinsteiger, nachdem im vergangenen Jahr auf 1880 Hektar der Öko-Landbau eingestellt wurde.

Mit insgesamt 676 zertifizierten Unternehmen - dazu zählen 590 Landwirtschaftsbetriebe und 86 Verarbeiter - gilt der ökologische Landbau als ein wichtiger Bereich in der Agrarwirtschaft des Landes. Die nach ökologischen Kriterien arbeitenden Höfe bewirtschaften mit 105.532 Hektar etwa 8 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche im Nordosten Deutschlands. Marktanalysen ergaben, dass ein Fünftel der Verbraucher ökologische Produkte kaufen. Dieses Potenzial müsse erschlossen werden. Backhaus stellte die Neuauflage des Bio-Einkaufführers "Frisch-Bio-Regional" vor, der in Hofläden und Naturkostgeschäften sowie im Landwirtschaftsministerium zu erhalten ist. (20.04.05)

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