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Mecklenburg-Vorpommern: Bio-Landwirtschaft kontra grüne Gentechnik

von Redaktion (Kommentare: 0)


Derzeit gibt es in Mecklenburg-Vorpommern sieben Standorte, an denen gentechnisch veränderter Mais wächst. 650 Betriebe (8,2 % der Anbaufläche) dagegen widmen sich der ökologischen Landwirtschaft. 2005 entschlossen sich 83 Betriebe mit 6000 Hektar auf Bio-Landwirtschaft umzusteigen.

Dadurch entstehen auch neue Arbeitsplätze. So baut die Handelskette EDEKA ihr neues Fleischwerk in Valluhn und sucht dafür Zulieferer für Biofleisch. Bauern, die Edeka schon seit langem mit der Marke "Gutfleisch" versorgen, gehören zum ökologischen Verband
Biopark e.V..
Heinrich Graf von Bassewitz, Vorsitzender der Biopark GmbH, sagt: "Edeka, aber auch der Babykosthersteller Alete, die wir beliefern, reagieren höchst beunruhigt auf die Entwicklung des Gen-Anbaus im Land." Nur eine Verunreinigung im Lebensmittel reicht, um den Ruf als biofreundliches Land zu verlieren. Für von Bassewitz ist es nur eine Frage der Zeit, bis es durch menschliches Versagen zur Vermischung transgener Sorten mit herkömmlichen Pflanzen kommt.

Viele Biobauern und konventionell wirtschaftende Landwirte wollen jedoch nicht warten, bis der erste Gen-Pollen ihre Äcker erreicht. Immer mehr gentechnikfreie Regionen entstehen. Hierbei schließen benachbarte Betriebe einen Vertrag unter Nachbarn. "Mit rund 58 000 Hektar steht MV bundesweit gleich hinter Brandenburg", so BUND-Chefin Corinna Cwielag. Wenn Ende des Jahres die Müritzregion dazukommt, verfügt das Land über sechs solcher Regionen. Während Frankreich und Italien längst drei Viertel ihrer Flächen zu gentechnikfreien Regionen erklärt haben und Österreich dies in acht von neun Bundesländern durchgesetzt hat, betrifft es in Deutschland nur etwa vier Prozent der Fläche. Sogar in Amerika setzt ein langsames Umdenken ein. Hier sind zwei Millionen Hektar gentechnikfreie Zonen entstanden. (27.20.05)

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