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Massenproduktion von Bio-Eiern

von Redaktion (Kommentare: 0)


In Brandenburg will die Agrar GmbH Gollwitz zwei Standorte etablieren, an denen jeweils 30.000 Hühner Bio-Eier legen. Bislang produziert das Unternehmen unter anderem Hennenfutter, jetzt will es einen Teil davon gleich an Ort und Stelle verwerten.

Jede der beiden rund 1,5 km auseinanderliegenden Anlagen besteht aus zwei Ställen mit drei Segmenten. Im Mittelteil sind fünf Volieren für jeweils 3000 Tiere angeordnet. Die beiden Außenteile sind Scharr-Räume mit Luken nach Außen aufs Freigelände. Auf den Betonböden liegt Einstreu, es gibt eine auf dem Boden liegende Wasserrinne sowie Pickstationen. Die Auslaufflächen außen umfassen zwölf bis 13 Hektar. Zwischen beiden Ställen wird die Eier-Sammel- und Packstelle angeordnet. Die Standorte wurden unter den Aspekten Entfernung zu Wohnhäusern sowie Windrichtung ausgewählt, betont Agrar-GmbH-Geschäftsführer Werner Hofreiter. Einen Direktverkauf werde es nicht geben, Abnehmer seien Handelsketten wie Rewe, Edeka oder Penny.

Walter Höhne, Vorstand der Biohennen AG, kritisiert an derartigen Großanlagen zwei Dinge: „Auch wenn die Herdengrößen die EU-Bio-Verordnung nicht überschreiten birgt die Nähe der Herden zueinander eine große Gefahr bei Krankheiten. Die Erfahrungen mit der Geflügelpest müssten uns eigentlich sensibler gegenüber solchen Massentierhaltungen gemacht haben. Zum anderen sehe ich einen Preisverfall bei Eiern wie wir ihn ja derzeit auch bei der Milch erleben.“ Geringe Erzeugerpreise sind der Tod bäuerlicher Familienbetriebe. Ersichtlich wird das auch an Berechnungen der Biohennen AG: Kann dort ein Landwirt bei derzeitigen fairen Preisen von 6000 Legehennen eine kleine Familie ernähren werden in der geplanten Anlage für 60.000 Legehennen gerade mal fünf Arbeitsplätze geschaffen.

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