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Marokko auf dem Weg zu Sonnen- und Windenergie

von Redaktion (Kommentare: 0)


Das nordafrikanische Land Marokko hat 3000 Sonnenstunden pro Jahr, aber wenig Elektrizität. Die meisten Marokkaner leben in Dörfern mit weit auseinander gelegenen Häusern. Herkömmliche Elektrifizierung mit langen Leitungen ist aufwändig und teuer.


Das ist die Chance für Photovoltaik. Noch vor zehn Jahren hatten 80 % der Dorfbewohner keinen Strom - heute nur noch 25 %. Allein 2005 kamen 10 % der marokkanischen Dorfbewohner mit Solarstrom hinzu.

 

Bauern mit einem Durchschnittseinkommen von 100 bis 150 Euro pro Monat zahlen mit monatlich etwa sechs Euro über zehn Jahre lang ihre Photovoltaikanlage ab. In Dörfern mit viel Photovoltaikstrom geht der Prozentsatz der Abwanderer in die Städte zurück - anderorts konnte in Dritte-Welt-Ländern wie Argentinien die Fluchtbewegung aus den Dörfern mit Hilfe von Solarstrom sogar fast gestoppt werden, Strom als Voraussetzung für Lebensqualität und bescheidenem Wohlstand auf dem Land.

 

Marokko muss wie viele andere Entwicklungsländer 90 % seiner Energieressourcen importieren, weil es die heimische Energie Sonne, Wind und Biomasse noch nicht genügend erschlossen hat. So hat die Region beschlossen, den Anteil der EE von jetzt erst 1 % bis 2010 auf 10 % und bis 2020 auf 20 % zu erhöhen. Seit 2000 drehen sich die ersten modernen Windräder in Nordafrika. Zwei Windparks sollen 2006 noch in Marokko gebaut werden, gefördert von der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Das mögliche Windpotential - hauptsächlich an den Küsten - wird auf 6.000 Megawatt geschätzt. Marokko könnte zum Trendsetter für ganz Nordafrika werden.

 

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