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Markt für Bio-Produkte gestaltet sich unterschiedlich

von Redaktion (Kommentare: 0)


Immer häufiger greifen Verbraucher zu Öko-Fisch. "Die Bio-Welle schwappt langsam in die Fischtheke", sagt der Geschäftsführer des Fisch-Informationszentrums in Hamburg, Matthias Keller. „Natur pur“ - mit diesem Slogan wirbt die Fischwirtschaft seit Jahrzehnten für ihre Produkte. "Seefisch ist ein natürliches Lebensmittel und damit von sich aus „bio", meint Keller. 20 bis 25 % der Seefische stammen aus Aquakulturen. Immer mehr Anbieter lassen ihren Fisch nach Bio-Kriterien zertifizieren. "Die Verbraucher sind durchaus bereit, 15 bis 20 Prozent mehr dafür zu bezahlen", sagt Keller.

 

Bio-Obst vom Bodensee nimmt im Kreis der Anbieter von Bio-Äpfeln einen vorderen Platz ein. Das stellten die Vermarkter der Marke Bio-Obst vom Bodensee, die BayWa AG mit ihrem Obstgroßmarkt in Ravensburg und die "Obst vom Bodensee Vertriebsgesellschaft" auf der BioFach 2006 fest.

 

Der Bio-Anteil von ist von 13,5 % im Jahr 2004 auf 16,8 % am Gesamtangebot gestiegen. Das Biosegment deckt mittlerweile ein breites Produktspektrum ab.  Dazu zählen Apfelsaft, -mus und -chips ebenso wie das breite Feld an Convenience-Produkten. „Der Druck auf die Verarbeitung ist da, und dieses Potenzial ist noch nicht erschöpft", sieht Kreidler auch im Industriebereich noch steigenden Bedarf. Der von der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) geäußerten Sorge, dass ein stark steigendes globales Angebot zu Billigpreisen auf den Markt drängen könnte, will man in der Region Bodensee mit dem Bezug zur Herkunft und zur Regionalität sowie der eigenen geschützten Marke "Bio-Obst vom Bodensee" entgegentreten.

 

Die Öko-Fleischproduktion in Brandenburg hat dagegen mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Knapp 9 % der märkischen Anbauflächen werden von Öko-Bauern bewirtschaftet, im Bundesschnitt sind es rund 2 %.

 

Es sei bekannt, "dass bisher die Produzenten für ökologisch erzeugtes
Schlachtfleisch häufig nur unbefriedigende Marktpreise erzielten oder sogar über konventionelle Strukturen zu konventionellen Preisen vermarkten mussten", so Agrarminister Dietmar Woidke (SPD). Eine bessere Vermarktung von Qualitätsfleisch sei für alle Vieh haltenden Ökobetriebe von entscheidender Bedeutung. Deshalb unterstützt die Landesregierung eine Studie zur Untersuchung der Voraussetzungen für eine erfolgreiche Vermarktung von Brandenburger Biofleisch.

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