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Leistungen des Öko-Landbaus stärker kommunizieren

von Redaktion (Kommentare: 0)


Professor Dr. Ulrich Köpke vom Institut für Organischen Landbau der Universität Bonn empfahl Ende Februar 2008 bei der Landesversammlung der Naturland Bauern in Nordrhein-Westfalen, dass die gesamtgesellschaftlichen Leistungen des Öko-Landbaus stärker als bisher herausgestellt werden müssen. „Es ist wichtig, dass die Multifunktionalität des Ökologischen Landbaus transportiert wird. Strenge ökologische Standards, Umwelt- und Naturschutz, Gesundheit, Schaffung/ Erhaltung von Arbeitsplätzen – und, wenn möglich, damit verbunden die Regionalität, all dies sind Leistungen, die Öko-Bauern weltweit erbringen“, machte Professor Köpke deutlich.

 

Johannes Röbbecke-Niermann, Naturland Bauer und Landesvorsitzender von Naturland e.V. NRW, sieht Naturland auf dem richtigen Weg: „Die Profilierung gegenüber anonymer Bio-Ware unbekannter Herkunft mit Projekten wie „www.bio-mit-gesicht.de“ ist ebenso notwendig, wie den Mehrwert von „Fairen Partnerschaften“ im Öko-Landbau zu kommunizieren. Naturland wird den Öko-Pionier-Geist auch künftig herausstellen“, so Röbbecke-Niermann.

 

Kritisch beurteilt Professor Köpke die zunehmende so genannte Konventionalisierung der Öko-Branche. Auch die zurückliegende Öko-Weltleitmesse BioFach in Nürnberg habe dies deutlich gemacht. „Wenn maßgeblich nur der Rohstoff, allenfalls die äußere Qualität der Produkte im Vordergrund stehen und wenn Neuheiten aus dem Sektor der Convenience Produkte lediglich auf die Bequemlichkeit der Kundschaft zielen, dann gehen dem Ökologischen Landbau grundlegende Botschaften verloren“, so Professor Köpke. Die Bäuerinnen und Bauern stimmten mit dem Professor auch überein, dass die Wurzeln der Öko-Bewegung nicht von kurzfristigen Trends kaputt gemacht werden dürften.

 

Erhebliche Kritik fand die politische Blockade des Ökologischen Landbaus auf Landesebene. Während die Nachfrage nach Öko-Produkten das Angebot übersteigt, wurden die Ausgleichszahlungen für die Betriebe zuletzt gekürzt. „Der Ökologische Landbau hat sich am Markt bewiesen. Die damit verbundenen Chancen dürfen für die landwirtschaftlichen Betriebe in Nordrhein-Westfalen nicht ungenutzt vorüber ziehen“, sagt Maria Büning, Naturland Bäuerin aus dem Landesvorstand des Verbandes. Naturland fordert eine Neubewertung der landwirtschaftlichen Ausgleichzahlungen und klare Signale für den Ökologischen Landbau.

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