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Kritik an Seehofers Kürzungsplänen

von Redaktion (Kommentare: 0)


Bundesagrarminister Horst Seehofer (CSU) stößt mit der geplanten Kürzung der Mittel für den Öko-Landbau um mehr als ein Drittel ab 2008 auf Widerstand in der SPD-Fraktion. Die Bundesmittel für den Öko-Landbau sollen im kommenden Jahr von 16 auf 10 Millionen Euro sinken. Von 2010 an soll das Bundesprogramm ganz wegfallen.

 

Der SPD-Agrarexperte Gustav Herzog nannte die Kürzung ein "falsches Signal" in einer Zeit, in der die Nachfrage nach heimischer Bio-Ware nicht gedeckt werden könne. "Die Einschnitte beim Bio-Landbau werden wir so nicht mittragen", sagte SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber. Seehofer setze die falschen Prioritäten.

 

Auch die Landbau-Organisation Bioland dringt auf eine verbesserte Förderung und verlangt, dass dem Bundesprogramm weiter ein Etat von 20 Millionen Euro zugestanden wird. Der agrarpolitische Experte von Bioland, Gerald Wehde, verweist auf Geld für Beratung zur Umstellung eines konventionellen auf einen ökologischen Hof: Während Bio boomt, seien 2006 weniger landwirtschaftliche Höfe denn je umgestellt worden und parallel die Umstellungsprämien zusammengestrichen worden. Dies zeige die Notwendigkeit staatlicher Hilfen.

 

Der Agrarminister verteidigte die zurückgehenden Mittel. "Das hat überhaupt nichts mit der Wertschätzung des Öko-Landbaus zu tun", sagte er der dpa. Der Bio-Landbau sei etabliert.
Die Kürzung, so Seehofer weiter, sei "schon lange vereinbart".

 

Für die Forschung der Agro-Gentechnik hingegen fließt das Geld: Dafür, zitiert Andreas Bauer vom Münchener Umweltinstitut eine Antwort der Regierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen, gebe der Bund im Jahr 25 Millionen Euro aus.

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