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Kosmetikindustrie macht auch 2007 Plus

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die Endverbraucherumsätze sind 2007 sowohl im Segment Körperpflegemitteln (siehe Chart) als auch bei  Wasch, -Pflege- und Reinigungsmittel gestiegen. Das gaben am Freitag, den 7.12.2007 der Vorsitzende des IKW Andreas Lange und Geschäftsführer Dr. Bernd Stroemer in Frankfurt bekannt. Die über 400 Mitgliedsunternehmen (ca 45.000 Beschäftigte) des Industrieverbandes Körperpflege- und Waschmittel e.V. (IKW) können sich über einen Zuwachs von 3,6 % auf 12,327 Milliarden Euro im Körperpflegemittelmarkt freuen. Bei den Wasch, -Pflege- und Reinigungsmitteln betrug das Plus 2,4 % auf 3,87 Milliarden Euro.

 

Im Einzelnen sind einige interessante Verschiebungen bei den Teilmärkten des Bereiches Körperpflegemittel im Vergleich zum Vorjahr festzustellen: Haarpflege ist zwar weiterhin das umsatzstärkste Segment (2,978 Mio. €) stagnierte jedoch in 2007. Zusammen mit der Hautpflege (2,889 Mio €), die glatte 2 % zulegte, macht der Bereich annähernd die Hälfte des Gesamtumsatzes aus. Großer Gewinner des Jahres 2007 ist erneut die Dekorative Kosmetik mit einem Plus von 10 % (1,247 Mio. €), einen ähnlich starken Zuwachs verbuchte die Herrenkosmetik (9,6 %, 888,5 Mio. €). Zahn- und Mundpflege (6,3 %), Parfüms (6 %), Deodoratien (4 %) sowie Dusch- und Badezusätze (3,4 %) nahmen ebenfalls eine positive Entwicklung. Einzige Verlierer waren mit einem leichten Minus (Seifen & Syndets, -0,2%) und Sonstige Körperpflegemittel (Baby-, Fuß-, Intimpflege etc.: - 0,4 %).

 

Die positive Konjunktur hat nach Einschätzung der IKW-Vertreter zur erfreulichen Umsatzentwicklung beigetragen, die Effekte der Mehrwertsteuererhöhung werden als eher gering eingeschätzt. Vielmehr machen die Brancheninsider die Konsumlaune und die Tendenz wieder stärker auf höherpreisige Markenprodukte zu setzen für die Zuwächse verantwortlich. Für 2008 liegen die Schätzungen für die Umsatzentwicklung im  Körperpflegemittelmarkt in ähnlicher Höhe, wenngleich die steigenden Rohstoff- sowie Energiekosten hier eventuell mindernd oder bremsend ins Gewicht fallen werden. Nach wie vor im Trend bleiben, nach Einschätzung des Verbandes, Anti-Aging-Produkte und Dekorative Kosmetik mit „verjüngenden“ Zusatzwirkungen. Dies wird gestützt durch die demoskopische Entwicklung: Bereits jetzt ist etwa die Hälfte der Kunden für Körperpföegemittel über 50 Jahre alt. Großes Potenzial schreiben die Experten auch dem Segment Männerkosmetik zu, das im ablaufenden Jahr vor allem mit hochpreisigen Düften und Cremes punkten konnte. (Bild: Dr. Bernd Stroemer)

 

Bei den Vermarktungsstrukturen (Bild) dominieren deutlich die Drogeriemärkte (45 %), zweitstärkster Vertriebskanal sind die SB-Warenhäuser. Es folgen Fachhandel und Discounter. Im nächsten Jahr dürfte die Verteilung der Marktanteile unter anderem auch davon abhängen, ob und wie der Discount seine Sortimente in Bezug auf Markenartikel ausrichten wird. Tendenziell stellt die GfK bei den Verbrauchern eine abnehmender Preisorientierung und eine stärkerer Hinwendung zu Markenartikeln fest.

 

Ein Arbeitsschwerpunkt des IKW im Jahr 2007 war die Mitwirkung an der von der EU-Kommission geplanten Überarbeitung des Kosmetikrechtes im Rahmen einer Internetkonsultation. Es geht im Großen und Ganzen um eine Harmonisierung der Standards und eine Anpassung (Vereinfachung) technischer Details (z.B. Analysemethoden, ISO, Piktogramme zu MHD etc). Von Seiten der Naturkosmetikhersteller hört man, dass beispielsweise bei der Überarbeitung der Richtlinien für den Sonnenschutz Nachteile für natürlichen Sonnenschutz entstehen könnten. Auch eine Erweiterung der Liste der Duftstoffe wird kritisch gesehen.

 

Die Umsetzung der EU-Detergenzien-Verordnung von 2005 ist laut IKW abgeschlossen. Die Charta Nachhaltiges Waschen und Reinigen (www.sustainable-cleaning.com) ist derzeit von 34 Wasch- und Reinigungsmittelherstellern sowie 22 europäischen Handelsunternehmen (siehe Grafik) unterzeichnet worden (u.a. Aldi, Lidl, Rewe, dm), die sich einem Eingangstest (Rohstoffauswahl, Managementprozesse etc) zu einer Zertifizierung und zu einem Nachhaltigkeitsbericht verpflichten.

 

Die Produkte tragen das Siegel sustainable-cleaning (Bild).

 

 

 


 

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