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Knappheit bei Bio-Rohstoffen lässt Erzeugerpreise steigen

von Redaktion (Kommentare: 0)


Seit gut zwei Jahren werden Bio-Produkte in Deutschland immer beliebter. Der steigenden Nachfrage kann die Erzeugung der landwirtschaftlichen Rohstoffe allerdings nicht so schnell folgen, meldete die ZMP Ende Oktober 2006. Eine chronische Rohstoffknappheit im deutschen Öko-Markt besteht seit rund einem Jahr, zunächst ausgelöst durch die sprunghaft gestiegenen Absatzmengen einiger Discounter. Hinzu kommt, dass einige Vollsortimenter wie beispielsweise Edeka und Rewe ihr Bio-Profil deutlich erweitern, um die Bio-Kunden nicht zu verlieren. Durch die zusätzliche Nachfrage sind bei vielen Produkten die Erzeugerpreise inzwischen deutlich angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind bei Konsumware und bei Futtermitteln Preissteigerungen von 5 - 10 % und darüber zu verzeichnen. Das gilt vor allem für Brotgetreide, Futtergetreide, Futter-Leguminosen, Kartoffeln und Schlachttiere. Auch für Obst und Gemüse erzielen die deutschen Bio-Landwirte höhere Preise am Frischmarkt als vor einem Jahr. Sehr gut wird zurzeit auch Obst für die Verarbeitung bezahlt. Die Preise für die Rohmilch steigen dagegen zögerlich an.

 

Einige Bundesländer ziehen bereits Konsequenzen aus der aktuellen Marktlage und fördern den Öko-Landbau wieder stärker. So auch die Landesregierung von Sachsen, meldete der MDR. Landwirtschaftsminister Tillich kündigte an, die derzeit ausgesetzten Förderprämien ab 2007 wieder einzuführen. Damit soll ein Anreiz zum Umstieg auf ökologische Landwirtschaft geschaffen werden. Laut Tillich können die Landwirte mit Zuwendungen zwischen 200 und 1000 Euro je Hektar rechnen. Im Bundesvergleich liegt Sachsen beim Ökolandbau zurück. Ende 2004 wurden nur 2,4 % der gesamten Ackerfläche nach umweltgerechten Maßgaben bewirtschaftet.

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