Anzeige

organic-market.info | Mediadaten | Impressum | Datenschutz

Knappes Angebot an Bio-Kartoffeln

von Redaktion (Kommentare: 0)


Bio-Kartoffeln werden in Deutschland im Herbst und Winter 2006 knapp sein. Flächenausweitungen sollten eigentlich Mengen bringen, die eine kontinuierliche Versorgung bis ins Frühjahr hinein sicherstellen, doch niedrige Erträge und hohe Sortierabfälle scheinen diese Pläne zu durchkreuzen. Die Erzeugerpreise für lose Ware beim Absatz an Packstellen befinden sich daher auf einem ungewöhnlich hohen Niveau von knapp 50 Cent je Kilogramm gegenüber rund 30 Cent im Vorjahr. Um sich bei der knappen Verfügbarkeit ausreichend Ware zu sichern, ist der Lebensmitteleinzelhandel offensichtlich bereit, diese Preise zu zahlen.

 

Auf der Nachfrageseite sieht es derzeit ruhiger aus als in den umsatzstarken Herbstmonaten der vorigen Saison. Das liegt zum Teil an der Verfügbarkeit und der äußeren Qualität, aber auch an den gestiegenen Verbraucherpreisen. Bio-Kartoffeln in Kleingebinden werden in den verschiedenen Ketten des LEH derzeit für 0,99 bis 1,40 Euro je Kilogramm angeboten. Im vorigen Herbst zahlten die Verbraucher im Discounter etwa 60 Cent je Kilogramm, in den übrigen Geschäften des Lebensmitteleinzelhandels 80 bis 85 Cent/kg.

 

Um die knappe Versorgung in Deutschland etwas zu verbessern, beginnt man schon jetzt, die deutsche Ernte zu strecken sowie Lagerware im Ausland für einen späteren Saisonzeitpunkt vertraglich zu sichern. Österreich, die Niederlande und Dänemark bleiben dabei wie schon in den Vorjahren wichtigste Partner. In Österreich dürfte die Bio-Kartoffelernte allerdings um rund ein Viertel niedriger ausfallen, so dass die Exporte von dort nicht den Vorjahresumfang erreichen werden. In den Niederlanden ist man trotz der trockenheitsbedingten Ertragsausfälle mit der Bio- Kartoffelernte zufrieden. Die Flächen waren dort, auch in Absprache mit deutschen Abpackern, ausgedehnt worden. Aus den Niederlanden sind daher höhere Exporte zu erwarten als in den Vorjahren, allerdings zu einem späteren Saisonzeitpunkt. Auch aus Dänemark sind wieder Zufuhren an den deutschen Markt zu erwarten. Voraussichtlich fallen sie größer aus als im Vorjahr, da der Anbau in Dänemark ebenfalls ausgeweitet worden ist.

Zurück

Uns interessiert Ihre Meinung. Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum Thema!



Jetzt teilen

Anmeldung
Newsletter

Anzeige

Anzeige