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Klimawandel könnte Bio-Kunststoff-Branche stärken

von Redaktion (Kommentare: 0)


Der Marktanteil von Kunststoff-Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen liegt immer noch weit unter einem Prozent. Die Klimadebatte sorgt nun dafür, dass die Bio-Kunststoffe verstärkt ins Blickfeld geraten.

 

Rund 5000 Tonnen Bio-Kunststoffe werden in Deutschland jährlich verbraucht, sagt Harald Kaeb, Vorsitzender des Branchenverbandes European Bioplastics. Klimadebatte und steigende Erdölpreise verschieben den Wettbewerbsnachteil langsam zu Gunsten der Bio-Kunststoffe. Die Hersteller werben, dass sie den benötigten Rohstoff "möglichst effizient" nutzen: Kunststoffprodukte aus nachwachsenden Rohstoffen können nach Gebrauch verbrannt werden und so auch noch Strom und Wärme liefern. In Biogas-Anlagen lassen sie sich zu Bio-Treibstoff weiter verarbeiten.

 

Die Herstellung von Biokunststoffen müsse daher endlich in großem Maßstab anlaufen, fordern die Grünen, und sehen die Politik in der Pflicht. Auch die Bio-Kunststoff-Branche müsse eine Starthilfe bekommen, sagt die umweltpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Sylvia Kotting-Uhl. Deutschland müsse sich zudem aus der Abhängigkeit vom Erdöl lösen. Die Grünen stellten im Bundestag den Antrag, die anstehende Novelle der Verpackungsverordnung dafür zu nutzen, Verpackungen aus Bio-Kunststoff stärker zu fördern als bisher. Zugleich forderten sie,  "neue Strategien zur Schaffung nachhaltiger Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen" zu erarbeiten.

 

Auch die Branche selbst setzt auf staatliche Hilfe für die Phase der Markteinführung, in der sie sich zur Zeit befindet. Die Politik müsse nun die Weichen für diese wichtige und aussichtsreiche Zukunftstechnologie stellen, fordert der Verband European Bioplastics. Die Bio-Kunststoff-Hersteller wollen ihre Produktionskapazitäten ausbauen. Kaeb wirbt dafür, den Ausbau der Bio-Kunststoff-Herstellung als Chance für Deutschland zu begreifen.

 

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