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Klimaschutz und Ernährung

von Redaktion (Kommentare: 0)


In der Diskussion zum Klimaschutz wird die Bedeutung von Ernährung und Landwirtschaft unterschätzt. Wie sieht ein klimafreundlicher Speiseplan aus und welche Rolle kann der Biolandbau dabei spielen? Das Presseforum BioBranche befragte dazu den Ernährungsexperten Dr. Karl von Koerber (Bild) vom Münchener Beratungsbüro für ErnährungsÖkologie. Es folgen Auszüge aus dem Interview.

Welche Rolle spielen Ernährung und Landwirtschaft beim Klimawandel?

 

Eine große. Immerhin verbraucht unsere Ernährung in Deutschland etwa ein Fünftel der Gesamtenergie und trägt in dieser Größenordnung auch zum Treibhauseffekt bei. Die Hälfte dieser Treibhausgas-Emissionen geht auf das Konto der Landwirtschaft. Die Produktion tierischer Lebensmittel ist deutlich energieaufwändiger und damit klimabelastender als die Erzeugung pflanzlicher Lebensmittel.


Wie sollte Ihrer Ansicht nach ein klimafreundlicher Speiseplan aussehen?

 

Durch eine deutliche Bevorzugung pflanzlicher Lebensmittel und damit eine bewusste Reduzierung des Anteils von Fleisch, Milchprodukten und Eiern kann jeder schon sehr viel für den Klimaschutz tun.

 

Kann der Biolandbau einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und das weltweit?

 

Die FAO hat erst kürzlich die globale Vorzüglichkeit des Biolandbaus nicht nur für den Klimaschutz, sondern auch für die Welternährung herausgestellt. Ein Positivfaktor ist dabei der stark reduzierte Energieeinsatz.

 

Sind regionale und saisonale Produkte aus Klimaschutzgründen vorzuziehen?

 

Insgesamt lassen sich keine pauschalen Aussagen zur Umweltrelevanz regionaler Erzeugnisse treffen. Regionale Lebensmittel haben jedoch das Potenzial, Energie und damit Treibhausgas-Emissionen einzusparen. Dieses muss in vielen Fällen durch effiziente Vermarktungsstrukturen und erhöhte Nachfrage noch erschlossen werden.


Was empfehlen Sie konkret dem Verbraucher?

 

Für den Konsum tierischer Erzeugnisse empfehle ich „Bio statt Massenware“ nach dem Motto „weniger ist mehr“. Auch bei pflanzlichen Lebensmitteln ist Bio die klimaschonende Alternative.

 

Quelle: PresseForum BioBranche. Das Interview führte Gerald Wehde vom Bioland e.V.

 

29.08.2007


 

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