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Kinotipp: We feed the world – Essen global

von Redaktion (Kommentare: 0)


Was kann der einzelne gegen die schiere Übermacht der globalen Nahrungsmittelkonzerne tun? So lautete die wohl häufigste Frage, die Regisseur Erwin Wagenhofer letzte Woche bei der Deutschlandpremiere und Kinotour durch fünf Städte beantworten musste. Die vom Film aufgewühlten Zuschauer zeigten bei den Podiumsdiskussionen im Anschluss an die jeweiligen Vorstellungen großen Gesprächsbedarf: Wie lassen sich globale Konzerne wie Nestlé überhaupt stoppen? Welchen Einfluss kann die Politik geltend machen? (Bild: Täglich wird in Wien so viel Brot entsorgt, wie in Graz gegessen wird)

 

Erwin Wagenhofer verfolgt mit "We feed the World" ein einfaches, wenngleich großes Ziel: Er will Zusammenhänge aufzeigen und die „Revolution in den Köpfen“ in Gang setzen. „Ganz egal, ob der Einkauf von Lebensmitteln aus der Region, ein Protestbrief gegen die Gentechnikvorhaben der Bundesregierung oder ob Sie sich einer lokalen Initiative anschließen: Nicht fragen, was kann ich tun, sondern einfach tun!“, forderte Wagenhofer auf. Jede und Jeder hat es in der Hand, beispielsweise beim Einkaufen: Brauche ich unbedingt Erdbeeren im Februar, oder greife ich lieber zum Apfel, der im Februar ebenfalls aus regionaler Lagerhaltung erhältlich ist. Jede und Jeder könnte seine Bio-Lebensmittel von Produzenten aus der Region und nach Saison kaufen. „Jeder an seinem Ort“ und „Politik mit dem Einkaufskorb machen“, so die Botschaft der Kinotour "We feed the World". Der Einstieg auf Platz 13 der deutschen Kinocharts und die über 190.000 Besucher in Österreich zeigen, dass der stille politische Dokumentarfilm und das Thema Nahrungsmittelproduktion gefragt sind.

 

Bioland begrüßt die kritische Auseinandersetzung über die heute anscheinend so normale Erzeugung von Nahrungsmitteln, wie sie Erwin Wagenhofer mit seiner unsentimentalen Dokumentation unweigerlich provoziert. Die kritische Auseinandersetzung mit dem „ganz normalen Wahnsinn“, so Bioland-Präsident Thomas Dosch, biete eine Chance, ein Bewusstsein für notwendige Veränderungen und die Offenheit für geschmackvolle „Lebens-Mittel“ zu schaffen.

 

Täglich wird in Wien so viel Brot entsorgt, wie in Graz gegessen wird. In Deutschland gibt es ähnliche Verhältnisse. In Südamerika werden auf riesigen Flächen Sojabohnen für die europäische Futtermittelindustrie angebaut. Ein Viertel der dortigen Bevölkerung leidet Hunger. Almería leidet unter Wasserknappheit. Grund: Jeder Europäer isst jährlich zehn Kilogramm künstlich bewässertes Treibhausgemüse aus dieser Region. Der Regisseur Erwin Wagenhofer verfolgt in "We feed the World" diese Spuren unserer Lebensmittel und legte damit den erfolgreichsten österreichischen Dokumentarfilm aller Zeiten vor. Thomas Dosch: „Erwin Wagenhofer wirft in seinem Film zentrale Fragen zum alltäglichen Konsumverhalten auf -  die Biolandbauern, Bio-Lebensmittelverarbeiter und Bio-Handel geben mit ihrer ökologischen Wirtschaftsweise Antworten.“

 

Informationen über den Film, Saisonkalender und Einkaufsadressen in der Region unter www.essen-global.de oder direkt unter www.bioland.de

 

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