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Kartoffeln und Erbsen ebenfalls GVO-bedroht

von Redaktion (Kommentare: 0)


Das BVL hat Ende Mai 2007 den Antrag des Unternehmens BASF Plant Science auf Freisetzung gentechnisch veränderter Kartoffeln der Sorte "Amflora" unter Sicherheitsauflagen genehmigt. Gestattet wurden Freisetzungen auf Flächen von insg. rund 155 ha in Mecklenburg-Vorpommern sowie in Brandenburg. Die BASF darf in den Jahren 2007 und 2008 maximal 45.000 Knollen pro Hektar und Jahr freisetzen. Die gentechnische Veränderung solle eine für die industrielle Nutzung der Kartoffel günstigere Stärkezusammensetzung bewirken.

 

Das BVL kam in seiner Sicherheitsbewertung zu dem Schluss, dass von dem

Freisetzungsversuch keine schädlichen Einflüsse auf Menschen und Tiere sowie auf die

Umwelt zu erwarten sind, verfügte aber vorsorglich Sicherheitsmaßnahmen. Die aus der Freisetzung gewonnenen Kartoffeln dürfen nicht in den Verkehr gebracht werden. Der Europäischen Union liegen allerdings bereits Anträge zum Inverkehrbringen für gentechnisch veränderte "Amflora-Kartoffeln" vor.

 

Bereits im April hatte das Ministeruim der Firma Novoplant die Freisetzung gentechnisch veränderter Erbsen auf rund 100 m² in Sachsen-Anhalt genehmigt. Damit dürfen in der Vegetationsperiode 2007 insgesamt 600 gentechnisch veränderte Erbsenpflanzen zu wissenschaftlichen Zwecken freigesetzt werden. In die gentechnisch veränderten Erbsen wurde Erbgut aus der Ackerbohne, der Maus und dem Blumenkohlmosaikvirus eingebracht sowie synthetisch erzeugtes. In Tierversuchen soll überprüft werden, ob durch das Verfüttern der gentechnisch veränderten Erbsen Schweine vor bestimmten Darminfektionen geschützt werden können. Eine autralische Studie hatte allerdings bereits 2005 Anhaltspunkte dafür ergeben, dass gentechnisch veränderte bei Mäusen Lungenentzündungen hervorrufen. Die australischen Forscher halten es für möglich, dass die manipulierten Hülsenfrüchte auch Menschen krank machen könnten und brachen ihre seit mehr als sieben Jahren laufenden Arbeiten mit diesen Pflanzen ab. Zwölf Tonnen Gentech-Erbsen aus Feldversuchen wurden vernichtet.

 

http://umweltinstitut.org/pressemitteilungen/2007/25.-april-428.html

 

Auch das tschechische Umweltministerium hatte vor kurzem einer Agrargesellschaft die Genehmigung zum Anbau von GVO-Kartoffeln erteilt. Vorerst können GVO-Kartoffeln im Rahmen eines Feldversuchs auf einer Fläche von zehn Hektar angebaut werden. Nach Mais sind Kartoffeln die zweite landwirtschaftliche Kultur, deren GVO-Sorten in Tschechien angebaut werden dürfen.

 

 

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