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Kartoffelerzeuger setzen auf Qualität

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die Erzeuger von Bio-Kartoffeln in Deutschland dürften 2009 recht deutlich auf die qualitativen Probleme reagieren, die sich bei der Ernte 2008 gezeigt haben. Denn die hohe Bruttoernte enthielt ebenfalls einen hohen Anteil an nicht packfähiger Ware.

Ziel aller Marktbeteiligten ist nach Einschätzung der ZMP ein qualitatives Wachstum. Nicht für den Kartoffelanbau geeignete Flächen dürften 2009 wieder mit anderen Kulturen bebaut werden. Bauern, die wiederholt Schwierigkeiten mit dem Anbau qualitätsgerechter Knollen hatten, werden ihre Flächen voraussichtlich ebenfalls reduzieren.

Landwirte mit guten Anbauerfahrungen werden ihre Flächen teilweise erweitern und ihre Bemühungen um hohe Nettoerträge in der gesamten Anbaukette weiter intensivieren. Um im Wettbewerb mit der konventionell erzeugten Ware bestehen zu können, müssen die Bio-Knollen schließlich mindestens so gut, wenn nicht sogar besser schmecken. Nur dann wird der Verbraucher auch in wirtschaftlich schlechteren Zeiten bereit sein, einen höheren Preis zu zahlen.

Die marktfähige Bio-Kartoffelernte in Deutschland ist 2008 mit schätzungsweise 155.000 bis 164.000 Tonnen deutlich höher ausgefallen als im Vorjahr. Darin enthalten sind auch die Kartoffeln für die Verarbeitungsindustrie, die im Bio-Bereich mit etwa 700 Hektar aber nur eine untergeordnete Rolle spielen.

2007 belief sich die Bio-Kartoffelernte auf 137.000 Tonnen. Trotz der Qualitätsverluste in diesem Jahr ist das Angebot umfangreich und wird zu niedrigeren Preisen als im Vorjahr gehandelt. Im mehrjährigen Vergleich bewegen sich die Preise aktuell im Mittelfeld, sie dürften in nächster Zeit stabil bleiben.

Quelle und Copyright: ZMP GmbH, Bonn, http://www.zmp.de, 29.12.2008

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