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Infoveranstaltung Gentechnik mit Percy Schmeiser

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die Vereinigung Ökologischer Landbau in Hessen (VÖL), die Vereinigung hessischer Direktvermarkter (VHD) und die Stadt Nidderau laden am Sonntag, den 7. Mai zu einer Infoveranstaltung über Gentechnik ein. Prominenter Referent wird der kanadische Landwirt Percy Schmeiser (Bild) sein, der über zehn Jahre praktische Erfahrung mit der Agro-Gentechnik berichten wird.  (Bild/hellocoolworld/John Chater)

 

Percy Schmeiser hat jahrelang seinen selbst geernteten Raps nachgebaut, bis das Unternehmen Monsanto ihm nachgewiesen hat, dass er gentechnisch veränderten Raps (GVO-Raps) auf seinen Feldern stehen hat. Monsanto wollte für diesen Raps Lizenzgebühren erheben. Percy Schmeiser wusste, dass er nie GVO-Raps ausgesät hatte, da er diese Pflanzen gar nicht haben wollte. Der GVO-Raps musste durch Auskreuzung und Verunreinigung auf seine Felder gelangt sein. Also war er nicht bereit, Lizenzen zu zahlen, und zog vor Gericht. Auch in dritter Instanz wurde Percy Schmeiser für schuldig befunden. In den Grundsatzfragen, die in dem Verfahren erörtert wurden, urteilte das Gericht zugunsten von Monsanto. Das Oberste Gericht urteilte, dass Schmeiser wusste oder gewusst haben musste, dass seine Ernte Monsanto-Raps enthielt, auch wenn er dies nicht wollte. Dies stellte nach Ansicht des Gerichts eine Verletzung des Patentrechts dar.

 

Schmeiser wird über seine Erfahrungen mit dem Gentechnikunternehmen und Saatgutkonzern Monsanto berichten. Außerdem wird er unsere Fragen (und Fragen aus dem Publikum) zu den Auswirkungen der Gentechnik auf Naturräume, auf Veränderungen des Pestizideinsatzes, auf die Einkommensverhältnisse für die Bauern und deren Marktchancen, sowie auf das soziale Nachbarschaftsgefüge beantworten. Für Übersetzung ist gesorgt. Percy Schmeiser klagte vor dem UN-Menschenrechtsausschuss in Genf. Seine dortige Anhörung findet am 1. Mai statt, deshalb ist Percy Schmeiser in Europa, und wir haben die Chance, im direkten Gespräch aus seinen Erfahrungen zu lernen.

 

Noch ist es bei uns nicht zu spät! Aber Monsanto will auch in Hessen Fakten schaffen. Obwohl kein hessischer Bauer gentechnisch veränderten Mais anbauen möchte, lässt sich Monsanto nicht davon abbringen, Hessens bisherigen Status – nämlich gentechnikfreie Landwirtschaft  -  zu durchbrechen. Monsanto wird in diesen Tagen, im Rahmen der DLG-Feldtage auf hessischen Staatsflächen, gentechnisch veränderten Mais (MON810) aussäen und dies gegen den Willen der Verbraucher, gegen den Willen der Bauern und gegen den Willen der Lebensmittelverarbeiter und -händler. Selbst die EU-Kommission räumt mittlerweile ein, dass Auswirkungen des gentechnisch veränderten Mais MON810 auf Mensch, Tier und Umwelt sowie Folgen für das Bodenleben nur unzureichend untersucht seien. Langzeituntersuchungen an Tieren fehlten, und auch Langzeitschäden an Menschen könnten nicht ausgeschlossen werden. Auch räumt die EU-Kommission ein, dass alle verfügbaren Maßnahmen zur Eindämmung freigesetzter gentechnisch veränderter Pflanzen als ungenügend angesehen werden müssen, da eine Ausbreitung in die Umwelt nicht mehr rückgängig zu machen sei.

 

Sonntag, 07. Mai um 17 Uhr, Bürgerhaus Ostheim, Hanauer Straße 1, 61130 Nidderau-Ostheim (Am Bauhof stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung).

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