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Honig muss vor Pollen von Gen-Mais geschützt werden

von Redaktion (Kommentare: 0)


Das Augsburger Verwaltungsgericht verpflichtet mit einem Eilentscheid den Freistaat Bayern, Honig vor Pollen von genmanipulierten Mais MON 810 zu schützen. Geklagt hatte ein Imker, in dessen Nähe auf einem staatlichen Versuchgut der umstrittenen Mais angebaut werden soll.


Das Gericht sieht erhebliche Defizite bei der Zulassung und in der Sicherheit des genmanipulierten Maises. Es stellt auch fest, dass Imker und Verbraucher das Recht auf Honig ohne das Gen-Konstrukt haben. Aus diesem Grund soll der bereits ausgesäte Mais umgepflügt oder aber der Pollen in der Blüte unschädlich gemacht werden. In einem ähnlichen Prozess in Brandenburg lehnte ein Gericht den Schutz des Honigs ab. Auch in anderen Bundesländern sind Klagen von Imkern und Speisemaisanbauern anhängig.


„Das Augsburger Gericht bricht mit dem Entscheid eine Lanze für die Rechte von Imkern, Verbrauchern und Landwirten, die keine Gentechnik haben wollen“, so Thomas Radetzki vom Imkerverein Mellifera e.V., der die Klagen initiierte. „Allerdings müssen und können die Imker nun auch andernorts aktiv werden, da das Gericht Honig mit Pollen von MON 810 als unverkäuflich eingestuft hat.“

 

Peter Röhrig, Gentechnikexperte beim BÖLW: „Es ist ein Unding, dass Imker sich an die Gerichte wenden müssen, um sich vor der Gentechnik zu wehren.“

 

Die klagenden Imker und Maisanbauer werden von einem Bündnis aus Privatpersonen, dem Bund Ökologischer Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), der Assoziation ökologischer Lebensmittel Hersteller (AÖL) und dem Demeter-Bund e.V. unterstützt. Das Bündnis wird von Mellifera e.V. organisiert.

 

www.bienen-gentechnik.de, www.boelw.de, www.keine-gentechnik.de

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