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Health claims: Vereinte Nationen verschärfen Regeln für Angaben auf Lebensmitteln

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die Vereinten Nationen haben im Sommer schärfere Regeln für nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben bei Lebensmitteln verabschiedet. Die "Codex Alimentarius - Kommission", eine UN - Organisation zur Entwicklung internationaler Lebensmittelstandards, hat in Genf am 29. Juni entsprechende Richtlinien beschlossen. Damit erhöht sich der Druck auf die Europäische Union, gesundheitsbezogene Angaben auf Lebensmitteln schärfer zu regulieren.
Die in Genf beschlossenen Codex - Richtlinien zu den "Health Claims" sehen folgendes vor:

1. Begriffe wie "fettarm", "fettfrei" oder "wenig Zucker" werden genau definiert - und sind in der Werbung entsprechend der Definition zulässig.

2. Für Vitamine und Mineralstoffe sollen Angaben (zum Beispiel "mit viel Kalzium") nur dann zulässig sein, wenn eine Empfehlung über die Tagesmenge existiert.

3. Gesundheitsbezogene Angaben wie etwa "gut für die Knochen" oder "stärkt das Immunsystem" sollen nur dann zugelassen werden, wenn sie wissenschaftlich belegt sind.

4. Health Claims auf Produkten, die beispielsweise aufgrund ihres zu hohen Zucker-, Fett - oder Salzgehaltes nicht einer gesunden Ernährungsweise entsprechen, können verboten werden. Dies entspricht der von der EU - Kommission geplanten Einführung von Nährwertprofilen.

5. Für Säuglings - und Kleinkinderprodukte sollen nährwert - und gesundheitsbezogene Angaben nur zulässig sein, wenn sie ausdrücklich in anderen internationalen Richtlinien oder nationalen Gesetzen vorgesehen sind.

"Das Genfer Votum ist eine Rückenstärkung für die EU - Kommission und ein deutliches Signal an das neue EU - Parlament, den Rat und die Bundesregierung, das Hick - Hack um die so genannte Health Claims - Verordnung zu beenden", so Prof. Dr. Edda Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). "Unsere Forderung nach einem Verbot gesundheitsbezogener Health Claims für Produkte, die aufgrund ihres zu hohen Fett - , Zucker - oder Salzgehaltes nicht zu empfehlen sind, wurde damit auf internationaler Ebene umgesetzt. Wir wollen dies auch auf europäischer Ebene durchsetzen, damit Chips oder Süßigkeiten sich nicht weiterhin den Anstrich gesunder Nahrungsmittel geben können".

Die Codex Alimentarius - Kommission ist eine gemeinsame Kommission der Ernährungs - und Landwirtschaftsorganisation (FAO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Vereinten Nationen. Ihr Ziel ist es, internationale Lebensmittelstandards zu erarbeiten. Die von ihr beschlossenen Standards werden von der Welthandelsorganisation (WTO) anerkannt und
gelten daher im internationalen Handel als Richtwerte. Sowohl Deutschland als auch die EU sind Mitglieder der Codex Alimentarius - Kommission. Der vzbv ist in der deutschen Delegation vertreten.

Das EU-VerbraucherInfo wird herausgegeben von Hiltrud Breyer (Bild) MdEP, http://www.hiltrud-breyer.de und kann bestellt werden über hbreyer@europarl.eu.int oder Hiltrud.Breyer@berlin.de (20.09.04)

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