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Schweiz: Gratisarbeit statt Fair-Trade?

von Redaktion (Kommentare: 0)


Der Auftritt der Weltläden ist heutzutage trendy aber auch das Angebot geht teilweise weit über traditionelle Fair-Handels-Produkte hinaus. So finden sich beispielsweise in den Claro-Fair-Trade Geschäften Bio-Pasta aus Italien, Naturkosmetik, Öko-Waschmittel oder Kunsthandwerk aus der Schweiz. Mitbewerber wie Bio-Fachgeschäfte oder Reformhäuser sehen darin allerdings eine „unfaire Konkurrenz“, da das Personal in den meisten Läden nicht oder nur symbolisch bezahlt werde.

Claro-Sprecherin Yolanda Roggo bestätigt, dass die Claro-Läden selbstständige, meist als Vereine organisierte Firmen seien, die einen Teil ihres Sortiments bei der Handelsorganisation Claro Fair Trade beziehen. „Es gibt tatsächlich nur wenige Läden, die ihr Personal voll entlohnen», sagt Roggo. „Viele bieten Warengutscheine, günstige Einkaufskonditionen oder Naturalien an.“ Den Vorwurf der unfairen Konkurrenz weist sie jedoch zurück: „Ehrenamtliche Mitarbeiter verbessern den Marktzugang für Produzenten aus dem Süden.“ Läden, die auf Freiwilligenarbeit ganz oder teilweise verzichten wollen, unterstützt Claro mit Beratung und dem neuen Ladenkonzept um die wirtschaftliche Basis der Läden zu verbessern. Das Zusatzsortiment werde von Schweizer Firmen mit hohen ethischen Standards nach dem Grundsatz der Nachhaltigkeit produziert.

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