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Gesetzesänderung zur Einschränkung der Gentechnik in Frankreich

von Redaktion (Kommentare: 0)


„Unglaublich“, so der sozialistische Abgeordnete der Dordogne, Germinal Peiro, noch sichtlich emotional, als er den Saal am 2. April 2008 verließ. Nach vielen Stunden hitziger Debatten über den Gesetzentwurf zur Gentechnik, der durch etliche Beschimpfungen zwischen den rechtsgerichteten und linksorientierten Abgeordneten geprägt war, nahm die Nationalversammlung einen Gesetzesänderungsvorschlag der Opposition, die durch den kommunistischen Abgeordneten von Puy-de- Dôme, André Chassaigne, vertreten wurde, an.

 

Transgene Pflanzen dürfen nun nur in strenger Rücksichtnahme auf „landwirtschaftliche Strukturen, lokale Ökosysteme sowie Erzeuger und Händler, die für genfreie Produkte und deren Inverkehrbringung besonders qualifiziert sind“, angebaut werden. Vollständige Transparenz wird ebenfalls obligatorisch. Die Novellierung wurde durch die sozialistischen, kommunistischen und grünen Abgeordneten angenommen, aber auch durch vier Abgeordnete der Mehrheit.

 

Der Gesetzentwurf der Regierung sah lediglich vor, dass die gentechnisch veränderten Pflanzen „mit Rücksichtnahme auf die Umwelt und der allgemeinen Gesundheit“ angebaut werden dürfen. Seit dem ersten April 2008, dem Beginn der Debatte über den Gesetzentwurf, dessen Ziel es war, einen langfristigen Rahmen für die Koexistenz des Anbaus von gentechnisch- und nicht-gentechnisch veränderten Pflanzen festzulegen, haben die Abgeordneten der Opposition nicht aufgehört, vor den Gefahren durch Pollenemission zu warnen, die der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen für Qualitätsmerkmale wie AOC und Bio-Zertifizierung mit sich bringt.

 

Die Annahme dieser Novellierung ist „ein großer Fortschritt für den Schutz genfreier Kulturen“, weil sie eine juristische Basis ist, um Gentechnik aus bestimmten Gebieten fernzuhalten, betonten die sozialistischen Abgeordneten. Die Opposition nennt dies einen „politischen Sieg“.

 

http://www.lemonde.fr

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