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Gerüstet für den Sommer - Ökotest im Juni 2006

von Redaktion (Kommentare: 0)


Tomaten sind gesund und bei den Verbrauchern beliebt. 25 Proben von Strauch- und Kirschtomaten hat Ökotest auf Pestizidrückstände untersuchen lassen. Unter den 13 „sehr guten“ Produkten waren vier Bio-Sorten; Arava Bio-Strauchtomaten, lose, Grünes Land Bio-Strauchtomaten, abgepackt, Naturkind Bio-Strauchtomaten, abgepackt und R.A.N. Organic Tomatoes on the Vine, lose. Ein Ausreißer waren die abgepackten Natura Iblea Bio-Strauchtomaten. Fünf verschiedene Pestizide, zwei davon in erhöhter Menge, fanden die Öko-Tester und vergaben nur die Note „mangelhaft“. Natura Iblea schiebt die Schuld auf Öko-Test, dem sie unzureichende Testmethoden vorwirft.

 

Katja Niedzwezky vom BNN Herstellung und Handel schreibt dazu in einer Pressemitteilung: 

 

"Bei einer Bio-Tomatenprobe von Wal-Mart fand das Labor Rückstände. Sowohl Öko-Test als BNN gehen davon aus, dass es sich um Ware konventioneller Herkunft handelt. Sowohl die Höhe der gefundenen Rückstände als auch die hohe Anzahl der Wirkstoffe legen diesen Rückschluss nahe, denn derartige Mehrfachrückstände sind typisch für die konventionelle Landwirtschaft.


Um Betrugsfälle dieser Art im Naturkost-Fachhandel auszuschließen, hat der BNN Herstellung und Handel e.V. bereits vor drei Jahren ein zusätzliches Sicherungssystem aufgebaut: das BNN-Monitoring für Obst und Gemüse im Naturkosthandel. Bio-Obst und Bio-Gemüse werden regelmäßig analytisch überprüft. Bei Rückstandsfunden werden die Ursachen recherchiert und abgestellt. Erzeuger, die mehrfach auffallen, werden vom Markt ausgeschlossen.


Die Ergebnisse des BNN-Monitorings zeigen deutlich, dass Obst und Gemüse im Naturkosthandel grundsätzlich sehr gering belastet ist. Bei 94 % aller Proben gibt es keinen Grund zur Beanstandung. Das gilt auch für Tomaten: Bei den im Mai 2006 durchgeführten Analysen waren sämtliche Bio-Tomaten aus dem Naturkost-Fachhandel rückstandsfrei. Das BNN-Monitoring zeigt, dass Pestizid-Mehrfachbelastungen im Naturkosthandel der Ausnahmefall sind. Daher hat der BNN Herstellung und Handel im Mai 2006 einen zusätzlichen Orientierungswert für Mehrfachrückstände beschlossen. Beim Nachweis von mehr als zwei Pestiziden wird die Partie vorerst gesperrt, um die Ursachen zu recherchieren." Soweit der BNN Herstellung und Handel.

 

32 Deos – Cremes, Roller und Sticks – waren einen Test wert. Die fünf ersten Ränge besetzten Dr. Hauschka Rosenblüten Deomilch Roll-on, Heliotrop Body-Line Deo-Stick (Reformhaus), Lavera Basis sensitiv Deo Roll-on, Logona deo Roll on Tropic, Ananas & Papaya und Speick Deo Stick mit der Note “sehr gut“. Im Eco Deo-Stick mit Olivenblatt und Malve fanden sich polyzyklische Moschusverbindungen und so konnte nur die Note „befriedigend“ vergeben werden. Der Hersteller begründete dies mit einem Fehler bei der Produktion und hat die betroffene Charge zurückgerufen.

 

Auch bei Sonnenschutzmitteln für Kinder ist die Naturkosmetik wieder auf den vorderen Rängen zu finden. Von 27 untersuchten Produkten erhielten nur sechs ein „sehr gut“. Mit dabei: Dr. Hauschka Sonnenspray für Groß und Klein, sensitiv, LSF 20, Lavera Sun Sensitiv Kids Sunspray, farbig, LSF 25.

 

Einzeltest: „Sehr gut“ für Speick Body Line Gesichtsreinigungsmilch.

 

Nachtests:

 

Lavera Trend sensitiv getönte Feuchtigkeitscreme transparent verbesserte sich von „gut“ auf „sehr gut“. Die neue Rezeptur enthält keine Allergie auslösenden Duftstoffe mehr.

 

Im Bambule Mottenöl, Zerstäuber von Aries sind jetzt ebenfalls keine Allergie auslösenden Stoffe mehr vorhanden. Die neue Note heißt „sehr gut“ statt „gut“.

 

Gleich um zwei Noten, von "befriedigend" auf „sehr gut“, stieg der Byodo Premium Senf mittelscharf. Es konnte kein Semicarbazid mehr nachgewiesen werden.

 

Bio-Wein des Monats ist der 2004er St. Laurent, QbA trocken, Friedelsheimer Bischofsgarten.

 

Im Juni-Heft der Stiftung Warentest gibt es nur einen Test mit „Bio-Beteiligung“:
Cappuccinopulver mit den Firmen Gepa und Mount Hagen. Gepa ist Testsieger mit einer Gesamtnote von 2,6, allein auf Verpackung und Deklaration zurückzuführen. Mount Hagen liegt mit 4,0 auf den hinteren Rängen. Zur Sensorik heißt es für Mount Hagen: „Sehr grobporiger Schaum. Riecht wenig intensiv.“ Gepa-Cappuccino schmeckt laut Stiftung Warentest „stärker angebrannt und schwächer milchig“.


 

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