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Geplante Marketingförderung in Tschechien wird gestrichen

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die ursprünglich vorgestellten zwei Abschnitte in einem Förderprogramm sahen die Beteiligung von Biolandwirten an Qualitätssicherungsprogrammen vor, um die Bevölkerung über Bio-Produkte zu informieren und den Ökolandbau zu fördern. Diese Entscheidung kann die Zukunft des Ökolandbaus in Tschechien negativ beeinflussen, so der Anbauverband Pro Bio. Die Hauptgründe des Stagnierens des Ökoflächenwachstums sind nach Ansicht des Verbandes das ungenügende Marketing für Bioprodukte, die geringen Werbemöglichkeiten sowie das ungenügende Wissen der Verbraucher.


Obwohl das Programm für Regionale Entwicklung das Hauptinstrument für die Entfaltung des Ökolandbaus sein sollte, sähe das Ministerium augenscheinlich keinen Sinn darin diese Chance wahrzunehmen, kritisiert Pro-Bio in einer Pressemitteilung. Die Regierung hatte noch 2004 ein Dokument verabschiedet, aus dem hervorgeht, den Anteil der Ökolandbaufläche bis 2010 auf 10 % der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche zu steigern. Mit dem neuen Programm wird dieses Ziel jetzt um drei Jahre auf 2013 verschoben. Damit handle das tschechische Landwirtschaftsministerium anders als viele andere europäische Länder, in welchen die Vermarktung von Biolebensmitteln unterstützt würde und es Flächenprämien für Bioflächen gäbe, so Pro-Bio weiter. In anderen EU-Ländern sei festgestellt worden, dass Kompensationszahlungen pro Hektar Landwirte zwar zur Umstellung auf Ökolandbau motivieren können. Für ein stabiles und langfristiges Wachstum des Ökolandbaus sind jedoch eine gute Positionierung der Bio-Produkte am Lebensmittelmarkt und eine steigende Nachfrage der Verbraucher erforderlich. Die beiden Fördermaßnahmen, die jetzt aus dem Programm entfernt wurden, hätten die gegenwärtige Stagnation beim Wachstum der Ökoflächen beenden und besonders kleinen Betrieben helfen können ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, so Pro-Bio. Außerdem könnten sie die Qualität ihrer Produkte verbessern. Dies würde insgesamt zu einer nachhaltigeren Produktion in ländlichen Regionen führen.

Quelle: Pro-Bio, Tschechisches Landwirtschaftsministerium; www.ekoconnect.org

 

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