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Gentechnikgesetz gefährdet Wahlfreiheit und Lebensmittelqualität

von Redaktion (Kommentare: 0)


Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), der Ökologische Ärztebund, der Verband Privater Brauereien Deutschland und UnternehmensGrün, der Bundesverband der grünen Wirtschaft, fordern entscheidende Nachbesserungen am neuen Gentechnikgesetz. Es wird dem Parlament heute zur ersten Lesung vorgelegt.

 

In einem von 36 Verbänden unterzeichneten Offenen Brief an die Abgeordneten des Bundestages und in einem Manifest, das von zahlreichen Unternehmen unterzeichnet wurde, verlangen sie die Sicherung der gentechnikfreien Lebensmittelwirtschaft. Die gentechnikfreie Saatgutgewinnung und Landwirtschaft müssten geschützt, die Artenvielfalt dürfe nicht beeinträchtigt werden und die Verbraucherbraucherpreise dürften durch die Gentechnik nicht steigen. Das Manifest wird mitgetragen von Peter Kowalsky („Bionade“), Alfred Ritter („Ritter-Sport“), Joseph Wilhelm („Rapunzel“) und den Gebrüdern Ehrnsperger („Neumarkter Lammsbräu“).

 

Erforderlich seien eine Strategie, die Kontaminationen durch Gentechnik verhindere sowie eine Haftung, die alle Schadensfälle abdecke. Der Anbau nicht koexistenzfähiger gentechnisch veränderter Organismen (GVO) müsse verboten werden.

 

Bioland fordert ebenfalls Nachbesserungen am Gentechnikgesetz. „Eine schleichende Verunreinigung der gesamten Nahrungskette mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) darf nicht legitimiert werden. Damit würde das langsame Aus für die Wahlfreiheit von Landwirten und Verbrauchern eingeleitet ", kritisiert Thomas Dosch. Bioland fordert einen umfassenden Haftungsanspruch aller Unternehmen, die ohne Gentechnik arbeiten, wenn sie durch Verunreinigungen mit GVO geschädigt werden. „Eine Entschädigung der Unternehmen muss unbedingt auch für Verunreinigungen unterhalb des Kennzeichnungsschwellenwertes von 0,9 % gelten. Ansonsten werden Unternehmen unmittelbar in ihrer Existenz gefährdet “, stellt Dosch klar.

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