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Gentechnik im Honig - Jahresernte entsorgt

von Redaktion (Kommentare: 0)


Das Verwaltungsgericht Augsburg stellte am 30. Mai 2008 fest, dass Honig mit Blütenpollen des gentechnisch veränderten Mais MON 810 nicht verkehrsfähig ist. Nun wurde dieser Pollen trotz der vom Gericht vorgegebenen Vorsichtsmaßnahmen im Honig des Imkers Karl Heinz Bablok gefunden. Seine gesamte Jahreshonigernte war betroffen und wurde am 23.September in der Müllverbrennung Augsburg entsorgt.

Ob Imker Bablok den Schaden vom Anbauer, der Bayrischen Landesanstalt für Landwirtschaft, ersetzt bekommt, ist ungewiss. Allein seine diesjährigen Analysekosten betragen € 746,73. Die Mehrkosten durch Abwanderung, Betreuungsaufwand der Völker, Entsorgungskosten für Honig und Met, sowie der entgangene Verkaufserlös und Ertragsausfall liegen nach erster Schätzung bei etwa € 10.000,-.

Das Verwaltungsgericht hatte entschieden, dass die Imker in der Umgebung der staatlichen Anbauflächen während der Maisblüte mit ihren Völkern abwandern müssen, um sich vor der Kontamination ihrer Produkte durch Genmais zu schützen. Bablok hatte seine Bienen zwar  btransportiert und vor der Maisblüte geerntet, aber zu seiner eigenen Überraschung waren noch Pollen des GVO Anbaus vom Vorjahr in seinen Völkern. „Wenn 2 % des bayrischen Maisanbaus mit Gentechnik erfolgt, könnte dies wegen des großen Flugradius der Bienen und der relativ kleinen Anbauflächen dazu führen, dass sämtliche bayrische Imker davon betroffen sind.“ so Imkermeister Radetzki, der das Bündnis zum Schutz der Bienen vor Agro-Gentechnik vertritt. „Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie der Aufforderung des Bundesrates anlässlich der Verabschiedung des Gentechnikgesetzes folgt und für Regelungen sorgt, die auch für Imker eine Koexistenz gewährleisten.“

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