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Gentechnik - Wahlfreiheit für die Regionen

von Redaktion (Kommentare: 0)


Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf , Berichterstatter des Europäischen Parlaments zur "Koexistenz" von gentechnisch veränderten Kulturpflanzen, und konventionell bzw. ökologisch erzeugten Kulturpflanzen, unterstrich in Straßburg die Möglichkeiten der europäischen Regionen auf den Einsatz gentechnisch veränderter Organismen in der Landwirtschaft gänzlich zu verzichten.

"Für viele Regionen kann die wirtschaftlichste und konsequenteste Form der Koexistenz darin bestehen, frei von Gentechnik zu bleiben. Die Gemeinschaft muss den Regionen, die sich als GVO-frei erklären, im Rahmen der Koexistenz diese Möglichkeit eröffnen. Auch das ist praktizierte Wahlfreiheit", erklärte Graefe zu Baringdorf (Bündnis 90/Die Grünen).

Wir brauchen klare und konsequente Regelungen auf nationaler Ebene, die zurzeit durch das Verbraucherministerium ausgearbeitet werden. Gleichzeitig dürfen wir aber auch nicht aus den Augen verlieren, welches Potential darin liegt, dass sich die Bürgerinnen und Bürger direkt in ihrer Region für oder gegen die Nutzung gentechnisch veränderter Organismen entscheiden können. Entsprechend hat die EU Kommission die Landwirte aufgefordert freiwillige Anbauvereinbarungen untereinander abzuschließen. Auf diesen Weg lassen sich direkt und unabhängig von den noch ausstehenden rechtlichen Regelungen, GVO-freie Zonen schaffen.

"Nachdem das Europäische Parlament in seinem Bericht die Kennzeichnung von Geo-verunreinigtem Saatgut bei der Nachweisgrenze gefordert hat, ist es nun Aufgabe der EU Kommission einen neuen Vorschlag für eine gentechnikfreie Saatgutlinie vorzulegen. Ohne sauberes Saatgut ist ein Nebeneinander von Gentech-Landwirtschaft und konventioneller bzw. ökologischer Landwirtschaft nicht machbar", betonte Graefe zu Baringdorf, MdEP Vizevorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung im Europäischen Parlament.

In der Thüringer Allgemeinen gibt es gegenwärtig eine Umfrage zu gentechnisch veränderten Pflanzen. Der BUND ruft zu reger Beteiligung auf. Vom Ergebnis wird die Kommunikation in Thüringen abhängen. Der Zwischenstand wird beim Voting per Internet eingeblendet! http://www.thueringer-allgemeine.de

(20.01.04)

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