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Gentechfreie Schweiz?

von Redaktion (Kommentare: 0)


Der Schweizer Bundesrat will das am 27. November 2010 auslaufende Moratorium „für eine gentechnikfreie Landwirtschaft“ um drei Jahre verlängern, um damit Zeit zu gewinnen zur Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen. Kurze Zeit nach Beginn des Moratoriums lancierte der Bundesrat das „Nationale Forschungsprogramm über Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen“ (NFP 59). Die Ergebnisse und der Schlussbericht des NFP 59 sollen bis Mitte 2012 vorliegen. Nach Ansicht von Bio Suisse jedoch, will der Bundesrat die Zeit nur gewinnen, um die Rahmenbedingungen für die landwirtschaftliche GVO-Produktion zu schaffen. Damit politisiert der Bundesrat am Volks- und Konsumentenwillen vorbei. Ob die Schweiz eine Koexistenz überhaupt will, darüber müssen die Wähler das letzte Wort haben. Bio Suisse fordert eine Moratoriumsverlängerung um fünf Jahre.

Noch völlig offen ist die Frage, ob die Schweiz Gentechnik-Produkte in der Landwirtschaft überhaupt zulassen will. Zur Zeit findet sich weder bei der Bevölkerung, noch im LEH, noch bei landwirtschaftlichen Verbänden eine genügende Akzeptanz. Bio Suisse lehnt den Einsatz von Gentechnik grundsätzlich ab. Kommt die Politik zum Schluss, dass der Verzicht auf GVO für die Schweiz die bessere Lösung ist, muss das Gentechnikgesetz entsprechend angepasst werden, was wiederum Zeit beansprucht. Nun scheint der Bundesrat aber bereits davon auszugehen, dass nach Ablauf des jetzt verlängerten Moratoriums GVO-Pflanzen in der Schweiz angebaut werden. Das ist eine unzulässige Vorwegnahme des wissenschaftlichen und politischen Prozesses und eine Missachtung des Volks- und Konsumentenwillens!

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