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Gentech-Mais senkt Fruchtbarkeit

von Redaktion (Kommentare: 0)


Anlässlich einer neuen Gentech-Fütterungs-Studie schlägt die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 Alarm: „Obwohl die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit dem Gentech-Mais MON810 mehrfach einen Persilschein für seine Unbedenklichkeit ausgestellt hat, zeigt die österreichische Fütterungsstudie, dass dieser Mais gefährlich ist. Wer jetzt noch von Sicherheit redet, der nimmt leichtfertig ein Gentech-Tschernobyl in Kauf", so Jens Karg, Gentechnik-Sprecher von GLOBAL 2000. Auch Greenpeace fordert einen Zulassungsstopp für genmanipulierte Pflanzen in der EU. Zudem müsse Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) den Import dieses Gen-Maises nach Deutschland sofort verbieten.

Die Fütterungsstudie im Auftrag des Gesundheits- und des Lebensministeriums wurde unter der Projektleitung von Univ. Prof. Dr. Jürgen Zentek von der Vet. Med. Uni Wien durchgeführt. Die Untersuchungen an Mäusen ergaben bei fortlaufender Zucht über 20 Wochen, dass Mäuse, die mit den Gentech-Mais-Sorten NK603xMON810 ( in der EU seit 2007 als Lebens- und Futtermittel zugelassen) gefüttert wurden im Vergleich zu der Kontrollgruppe, die mit normalem Futter versorgt wurde, signifikant weniger und schmächtigere Nachkommen hatten. Zudem hatten die Nachkommen der mit Gentech-Mais gefütterten Mäuse ein deutlich geringeres Gewicht. Die Multi-Generationsstudie beweist Veränderungen der Organe nach der Fütterung des Gentech-Mais.

GLOBAL 2000 begrüßt ausdrücklich, dass die beiden österreichischen Ministerien diese Fütterungsstudie in Auftrag gegeben haben. „Nahezu alle Forschungen über die Risiken von Gentech-Pflanzen werden im Auftrag der Biotech-Industrie durchgeführt, unabhängige Risikoforschung findet fast nicht statt. Diese Studie belegt, dass eine Ausweitung der unabhängigen Risikoforschung unabdingbar ist“, so Karg.

"Das Ergebnis dieser Studie ist ein weiterer Beweis für die Risiken genmanipulierter Pflanzen", sagt Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin von Greenpeace. "Die Risikobewertung von Gen-Pflanzen in der EU reicht nicht aus und muss dringend reformiert werden. Bis dahin dürfen keine genmanipulierten Pflanzen mehr in Umlauf gebracht werden."




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