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Gen-Mais kann nicht kontrolliert werden

von Redaktion (Kommentare: 0)


Greenpeace veröffentlichte neue Forschungsergebnisse, nach denen es keine verlässliche Messmethode für den Giftgehalt im Gen-Mais gibt. Der in Deutschland angebaute genmanipulierte Mais Mon810 des Agrarkonzernes Monsanto produziert ein Insektizid, mit dem die Pflanze Schädlinge abtötet. Da es bisher kein standardisiertes Analyseverfahren für den Giftgehalt der Gen-Pflanzen gibt, werden verschiedene Methoden verglichen. Die Firma EcoStrat GmbH in Zürich hat im Auftrag von Greenpeace Gen-Mais-Proben von deutschen Äckern untersucht. Das Ergebnis: Je nach Analysemethode schwanken die Messergebnisse für die Menge des Insektizides in den selben Pflanzenteilen um bis zu 100 %. Angesichts der vorliegenden Ergebnisse fordert Greenpeace einen Anbaustopp.

 

"Wir waren sehr überrascht, als wir die Ergebnisse sahen", sagt Matthias Meier von EcoStrat. "Es ist derzeit nicht möglich, verlässlich zu überprüfen, wieviel Toxin der Mon810-Mais wirklich produziert. Auch zehn Jahre nach der Zulassung der Pflanzen gibt es noch immer keine einheitlichen und überprüfbaren Teststandards."

 

Landwirtschaftsminister Horst Seehofer hatte Monsanto im April 2007 aufgefordert, einen umfassenden Überwachungsplan zu den Umweltrisiken von Mon810 vorzulegen. Legt Monsanto diesen Plan nicht vor, will Seehofer den Anbau im kommenden Jahr verbieten.
Gegen diese Auflage hat Monsanto inzwischen geklagt.

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