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Gärtnerei Piluweri erhält den 1. Platz des Förderpreises Ökologischer Landbau 2005

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die Betriebsgemeinschaft der Demeter-Gärtnerei Piluweri wurde am 27.01.2005 in Berlin im Rahmen des Förderpreises Ökologischer Landbau 2005 durch die Bundesministerin Renate Künast mit dem 1. Platz ausgezeichnet. Damit wird die langjährige Arbeit der vier Betriebsleiter Michael Pickel, Matthias Ludwig, Horst Ritter und Richard Specht und ihrer MitarbeiterInnen in der Saatgutvermehrung und biologisch-dynamischen Züchtung von Gemüsesorten gewürdigt.
Dabei hat die Integration der Züchtungsarbeit in einem vielseitigen Demeter-Gemüsebaubetrieb mit eigener Jungpflanzenanzucht und breit gefächertem Anbau die Jury bei ihrem Besuch im vergangenen Herbst überzeugt.

Die Gärtnerei Piluweri baut im milden Klima des Oberrheingrabens zwischen Freiburg und Basel auf einer Fläche von 17 ha im Freiland und in 5000 m² Gewächshäusern ganzjährig eine Vielzahl von Gemüsen, Salaten, Kartoffeln und Kräutern an. Der Betrieb ist durch den Zusammenschluss von zwei kleinen Gärtnereien vor zehn Jahren entstanden, die davor schon lange Jahre nach Demeter-Richtlinien bewirtschaftet wurden. Heute bietet der Gemeinschaftsbetrieb Arbeit für ca. 14 Menschen, jedes Jahr werden drei Lehrlinge ausgebildet. Die Vermarktung erfolgt zum großen Teil über Wochenmärkte in der Region, den angeschlossenen Lieferservice "Piluweri bringts", der wöchentlich Privathaushalte beliefert, Verkauf an Großküchen und über verschiedene Partner im Naturkosthandel.

"Die Erhaltung und Verbesserung von samenfesten Sorten, die an die Bedürfnisse des ökologischen Anbaus angepasst sind, ist gerade auf dem Hintergrund des zunehmenden Einflusses der Gentechnologie in der konventionellen Züchtung für uns ein wichtiges Anliegen", betont Horst Ritter.

Dabei spielen nicht nur die Vitalität der Pflanzen, sondern auch ihr harmonischer Aufbau und stabile Erträge eine wichtige Rolle. So vergleicht Matthias Ludwig, verantwortlich für den Freilandanbau, die eigenen Zuchtlinien laufend mit den Sorten anderer Züchter. "Auf unseren Wochenmärkten in Freiburg, Müllheim und Badenweiler haben die Kunden besonders den guten Geschmack und die Bekömmlichkeit unserer Züchtungen schätzen gelernt", betont Richard Specht, der eine rote Paprikasorte und einen Kopfsalat für den frühen Unterglas-Anbau gezüchtet hat. So hat auch Michael Pickel bei der Züchtungsarbeit der Möhrensorte "Milan" im Laufe der Jahre viele hundert Möhren einzeln verkostet und auf positive Geschmackseigenschaften selektiert. Heute befindet sich diese Möhrensorte, genauso wie der Kopfsalat "Briweri" und die Paprikasorte "Pantos", in der Prüfung beim Bundessortenamt und kann von anderen Betrieben als Saatgut gekauft werden.

Die Gärtner stehen mit anderen Kollegen im Verein "Kultursaat" in einem regen Austausch über die Züchtungs- und Forschungsziele der biologisch-dynamischen Pflanzenentwicklung. Der Verein unterstützt die Arbeit mit finanziellen Mitteln, die über Stiftungen und durch private Spenden zur Verfügung gestellt werden.
Da bei der Züchtung und Saatgutvermehrung weit mehr an Samen produziert wird, als auf den eigenen Feldern wieder zur Aussaat kommt, vermarktet die Gärtnerei Piluweri als Mitglied des "Initiativkreises für Gemüsesaatgut aus biologisch-dynamischem Anbau" das Saatgut über die Bingenheimer Saatgut AG.

Aber nicht nur in der Saatgutarbeit setzt die Gärtnerei neue Akzente. Wichtige Anliegen der Betriebsgemeinschaft sind genauso der Bau einer großen Fotovoltaikanlage auf dem Wirtschaftsgebäude, die atomstromfreie Energieversorgung, eine Regenwasserrückhalteanlage, Energiesparmaßnahmen in den Gewächshäusern, Kooperationen mit anderen Bio-Betrieben, alternative Finanzierungsformen und die Weiterentwicklung einer team-orientierten Betriebsführung . http://www.piluweri.de (02.02.05)

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